Titel: Fracture
Deutsche Ausgabe: -
Autor: Megan Miranda
Reihe:
Seiten: 272
Verlag:  Bloomsbury Publishing
Format: Taschenbuch
ISBN:   140881739X
Preis: ca. 9€
Erscheinungsdatum: 14. Januar 2012


A lot can happen in eleven minutes...


Inhalt
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Die 17-jähirge Delaney Maxwell bricht in einen vermeintlich gefrorenen See ein. 11 Minuten ohne Sauerstoff vergehen, bis sie aus dem Wasser gezogen wird. Ihr Herz hat aufgehört zu schlagen, ihr Hirn hat aufgehört zu arbeiten - doch sie beginnt wieder zu atmen.

Ihr Gehirn weist starke Beschädigungen auf, sie ist jedoch abgesehen von Kopfschmerzen putzmunter. Die Ärzte sind ratlos, aber optimistisch, dass sich ihr Zustand nicht verschlechtern wird. Sowohl Familie als auch Freunde sehen es als ein Geschenk und wollen nur das Beste für sie. Eigentlich müsste alles zur Normalität zurückkehren.

Delaney fühlt sich aber nicht normal. Sie fühlt sich stark vom Tod angezogen und folgt Intentionen, die sie sich selbst nicht erklären kann. In Troy findet sie eine verwandte Seele und hofft auf Antworten. Allerdings hat der ganz andere Motive...

Mein Eindruck
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Das Buch hatte ich über eine fantastische Leseprobe (Link) entdeckt und war sofort gefesselt vom Schreibstil der Autorin. Das Buch beginnt interessant mit Delaneys Unfall und ihrem Aufenthalt im Krankenhaus. In kleineren Rückblenden erfährt man einiges über ihre Vergangenheit und ihre Freunde, vor allem über den besten Freund Decker.

Delaney war ein ganz normales Mädchen mit Träumen und Wünschen, bis zu jenem verhängnisvollem Tag. Ihr Überleben müsste sie als 2. Chance sehen, aber im Gegenteil sie fragt sich, ob sie überhaupt noch dieselbe Person ist und welchen Sinn das jetzige Leben hat. Sie fühlt sich von bestimmten Personen angezogen und spürt Gefühle, die sie sich nicht erklären kann. Leider hat meine Begeisterung für das Buch abgenommen sobald Delaney das Krankenhaus verlassen hat und wieder nach Hause gehen durfte.


Delaney grenzt sich immer mehr von ihren Freunden ab, vor allem von Decker. Decker ist ein so netter Kerl, er ist die Sympathie in Person. Er war derjenige, der sie aus dem Wasser gezogen hat. Er hat fast jeden Tag an ihrem Krankenhausbett gewacht, er kommt sie zu Hause besuchen, er macht sich Sorgen und und und. Dementsprechend hat es mich als Leser ziemlich aufgeregt, wenn Delaney ihn mal wieder hat stehen lassen. Klar die Gute ist völlig durch den Wind, aber dadurch schiebt man doch nicht von heute auf morgen seinen langjährigen Sandkastenfreund ab?

Ihre Aufmerksamkeit wendet sie hingegen Troy zu. Troy hat ähnliches durchgemacht wie sie, er hat einen Unfall überlebt, den er nicht hätte "überleben" dürfen. Er arbeitet als eine Art Pfleger in einem Altenheim und versucht seinem 2. Leben einen Sinn zu geben.

Troy ist die Art von Charakter, bei der man als Leser den Protagonistin anschreien will "Nein tus nicht! Halt dich fern von dem!" Was leider nichts gebracht hat... In ihren Treffen mit Troy driftet die Geschichte auch mehr und mehr ins Übernatürliche - von dieser Stelle an war ich mir überhaupt nicht mehr sicher was ich von dem Buch halten soll.

Es gibt einige Passagen, bei denen ich stark das Interesse verloren habe und immer wieder auf die Seitenzahl schielen musste. Andere hingegen waren richtig gut geschrieben, mit einigen starken Dialogen.

Hin und Hergerissen war ich bis zum letzten Teil. Der wiederum hat mir besser gefallen, mit einem schönen Showdown und einer endlich Vernunft annehmenden Delaney. Für die gesamte Wertung kam mir das aber leider 100 Seiten zu spät. (Von den eh schon wenigen 272)

Fazit
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Leider kann ich "Fracture" nur durchschnittlich bewerten. Die Geschichte hat mich mit dem Unfall und dem Aufenthalt im Krankenhaus richtig neugierig gemacht. Leider war ich vom Mittelteil enttäuscht, unnachvollziehbare Handlungen und ehrlich gesagt ist mir auch stellenweise einfach zu wenig passiert. Erst zum Ende hin konnte ich das Buch wieder genießen - leider zu spät.

2,7 Sterne

4 Responses
  1. Lenchen Says:

    Oh schade, denn die Inhaltsangabe und die Story an sich hört sich voll interessant an :(
    Aber stimmt schon, 272 Seiten sind schon nicht viel und wenn die Hälfte nicht stimmig ist :/


  2. Tina Says:

    Nicht stimmig würd ich nicht direkt sagen, eher dass ich mir das Buch so nicht vorgestellt habe :)


  3. Reni Says:

    Och mensch! Die Kurzbeschreibung klingt wirklich gut und macht neugierig. Das Cover schafft auch schon eine gewisse Stimmung. Gefällt mir! Ich weiß jetzt nicht, ob ich es nicht irgendwann mal probieren werde (wenn ich wieder mehr englische Bücher gelesen habe), aber an sich kann ich deine Bedenken gut nachvollziehen. Mit gefällt deine Rezi! Du schreibst so schön locker und auf den Punkt. :)

    LG Reni


  4. Tina Says:

    Ich danke dir Reni :) Vielleicht findest du ja irgendwann mehr gefallen als ich! Für einen Debütroman ist es ja eigentlich nicht schlecht, aber in der Gesamtbewertung mit anderen Büchern, die ich gelesen habe, kann es leider nicht mithalten...


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