Titel: Sternenschimmer
Originaltitel: -
Autor: Kim Winter
Reihe: Trilogie #1 
Seiten: 576
Verlag: Planet Girl
Format: Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 3522502787
Preis: 16,95€
Erscheinungsdatum: 15. Juli 2011



Vorwort
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Ich wollte das Buch wirklich mögen. Es hat einen wunderschönen Schutzumschlag, jeder Kapitelanfang hat Verzierungen in Form von kleinen Sternen und der Einband schimmert so schön weiß, dass ich mich kaum getraut habe, das Buch irgendwo hinzulegen. Leider ist aber genau das passiert, statt es kaum weglegen zu können, weil es so spannend ist, musste ich mich sogar aufraffen weiterzulesen.

Inhalt
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Ausgangspunkt ist die Welt in ferner Zukunft. Durch Klimakatastrophen und Anstieg des Meeresspiegels leben die Menschen nun ganz nah zusammen, statt überall in der Welt verteilt. An schlechten Tagen (Ozon-Werte) muss die Stadt mit einer Kuppel abgedeckt werden. Die Menschen haben sich nun auf Umweltschutz besonnen, durch die frühere Zerstörung aber, kennen sie nicht mehr die Welt, wie wir sie kennen.
Bäume und Gras z.B sind ein seltenes Gut und nur im äußeren Bereich der Stadt zu finden und auch nur bei Leuten, die es sich leisten können. Die Erde befindet sich im regen Austausch mit anderen Planeten. Auf dem Planeten Loduun ist Krieg ausgebrochen, die Bevölkerung fliegt und vor allem junge Loduuner sollen auf der Erde aufgenommen werden. Mia meldet sich ehrenamtlich zur Mitarbeit und Betreuung in einem solchen Flüchtlingshaus. Hier lernt sie Iason kennen, ein Loduuner in ihrem Alter, der sich aufopferungsvoll um seine kleine Schwester kümmert. Nach und nach kommen sich die beiden näher, doch Iason kann nicht für immer bleiben... 

Mein Eindruck
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Auf den ersten Blick habe ich das Buch für ein Kinderbuch gehalten. Auf den zweiten Blick soll es sich an Jugendliche von 13 - 16 Jahre richten. Ich frage mich bei diesem Buch, ob ich einfach zu alt dafür bin.
Mias Alltag nimmt einen großen Teil des Buches ein. Zu Beginn fand ich das noch unterhaltsam, weil mir die Vorstellung von einer zukünftigen, umweltbewussten Erde gefiel. Aber irgendwann war ich es doch leid, wieder und wieder zu lesen, wie sie in die Schule geht, in den Tulpenweg (Flüchtlingshaus) und einfach nichts passiert. Ihr Zickenkleinkrieg mit einer Mitschülerin ging mir irgendwann richtig auf die Nerven. Das ist meiner Meinung nach kein Verhalten einer 17-Jährigen, sondern erinnert an den Kindergarten. Ihre Beziehung zu ihrer Freundin Lena war mir zu aufgesetzt "jugendlich". Lena findet es IMMER super toll was Mia macht und meint sie ist die beste Freundin auf der Welt. Aufopferungsvoll unterstützt sie sie in allen Punkten und hinterfragt NIE etwas. Später legt sie dann auch noch eine absolute Kehrtwendung hin, ich fands nicht sehr glaubwürdig.

Die sich anbahnende Beziehung zu Iason verläuft sehr romantisch, mit einigen kleinen Hin und Hers und war aber immernoch nachvollziehbar zumindest bis zur Mitte des Buchs. Hier wars dann mal richtig spannend und ich dachte, hey jetzt kommt das ganze mal in Fahrt. Denkste. Wieder der Alltagsbrei mit steigenden Gefühlen für Iason und sonst passiert wieder nichts.
Ich fand die Ausführung zur Lebensweise der Loduuner, ihre Form des "Herzes" und ihre Zweckbestimmung eine richtig gelungene Idee. Auch wie die Autorin das Problem der Integration dargestellt hat und wie unfair Menschen meistens reagieren, wenn etwas anders ist. In dem Buch stecken viele versteckte Botschaften und ich glaube wirklich man kann etwas aus dem Gelesenen ziehen.
Deshalb finde ich es umso mehr schade, dass ich mich richtig aufraffen musste um weiterzulesen. Mir hat der Lesefluss komplett gefehlt. Ich war nie wirklich in der Geschichte drin, sondern hatte eher das Gefühl einen Tagesbericht nach dem anderen zu lesen.
Zum Ende hin kam mir dieses "Nein geh nicht ohne mich" "Doch ich gehe" und dann geht der andere trotzdem hinterher, zu den Ohren raus. Die raschen Ereignissen zum Schluss konnten mich dann leider auch nicht mehr mitreißen, nach bereits 430 Seiten "nicht viel passiert" wars für mich schon gelaufen. Ich habe hauptsächlich fertig gelesen, weil ich schon so weit war und nicht weil ich unbedingt wissen wollte wie es ausgeht. 

Fazit
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Ich wollte dieses Buch wirklich mögen, doch leider wurde es für mich beim lesen immer weniger fesselnd. Ich vermute, ich bin einfach zu alt für diese ausführlichen Alltagsbeschreibungen und Hin und Hers. Für die angestrebte Altersgruppe sicherlich ein empfehlenswertes Buch, alle die drüber sind sollten sich überlegen, ob sie Lust auf eine gefühlvolle, romantische aber unheimlich langsam erzählte Geschichte haben.

3,0 Sterne

6 Responses
  1. Ayanea Says:

    Danke für diese Rezension! Ich habe das Buch exakt gleich empfunden..schnöde langweilig- ein typisches verkitschtes Teeniegeschmodere :D Bin ich zu grob?! :D


  2. Tina Says:

    natürlich nicht! Mir gings ja ebenso und wenn man sich die Rezensionen bei Amazon anschaut scheinen alle das Buch angöttisch zu lieben. Ich habs ehrlich gesagt nicht übers Herz gebracht dort meine 3 Sterne Rezi einzustellen, das gesamte Bild zerstört^^


  3. Hannah Says:

    Am Anfang des Buchs dachte ich noch, dass es ganz gut wäre. Aber nach 200 Seiten wurde es totlangweilig und irgendwie freue ich mich, dass ich nicht die einzige bin, denn die guten Rezensionen auf Amazon hatten mich geschockt :D


  4. Tina Says:

    Das Gefühl kenne ich :) Man kommt sich einfach komisch vor, wenn es jedem zu gefallen scheint, nur man selbst ist sowas von gar nicht überzeugt. Ich glaube in diesem Fall sollte man sich wirklich an die Altersempfehlung halten :P


  5. Hannah Says:

    Ja sehr komisch :D
    Und übrigens ich finde deinen Blog sehr schön und werde ihn sicher weiterverfolgen ;) :)


  6. Tina Says:

    *rotwerd* vielen Dank Hannah!


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