Titel: Schiffsdiebe
Originaltitel: Ship Breaker
Autor: 
Reihe: Ship Breaker #1
Seiten: 352
Verlag: Heyne
Format: Broschierte Taschenbuchausgabe
ISBN:  3453529197
Preis: 14,99€ 
Erscheinungsdatum: 5. März 2012
Genre: Jugendbuch
Bestellen: bei Amazon

Stahl. Kupferdraht. Elekronikschrott. Altöl.
Die Schätze der Zukunft!

Inhalt 
.................

Wir befinden uns in Amerika, in nicht allzu ferner Zukunft: Die Polkappen sind abgeschmolzen, der Meeresspiegel angestiegen und Naturkatastrophen gehören an den Küsten zur Tagesordnung. Nailer erbeutet mit seiner Kolonne alte Rohstoffe aus den gesunkenen Öltankern. Es ist ein harter Job, jedoch reicht es gerade so zum Überleben.

Eines Tages macht Nailer einen schicksalhaften Fund, ein reiches Mädchen ist gestrandet und könnte für ihn die Rettung aus der Armut sein...

Mein Eindruck
.....................................

"Schiffsdiebe" beginnt mit einem Arbeitsauftrag der Kolonne. Schmächtige Kinder zwängen sich in Schächte gesunkener Tanker um Kabel und andere Überreste zu sammeln. In der Gruppe wird zusammengearbeitet, es muss eine bestimme Quote erreicht werden, ansonsten stehen Hunger und jede Menge Ärger bevor. In kleinen Portionen lernt der Leser die einzelnen Charaktere und die restliche Welt kennen.

Während die Strandarbeiter gnadenlos ausgebeutet werden, leben die Konzerne in großem Reichtum und Luxus. Nailers Welt wird auf den Kopf gestellt, als er ein gestrandetes Mädchen entdeckt, er steht vor der Wahl sie zu retten oder sich aus der Situationen einen Vorteil zu verschaffen.

Man merkt dem Buch an, dass es von einem Mann geschrieben wurde. Die Welt ist düster, hart und es geht ums Überleben. Doch auch in dieser trostlosen Welt schafft es der Autor die zwischenmenschlichen Beziehungen zu beleuchten und aufzuzeigen, was sich mit Zusammenhalt alles schaffen lässt. Vor allem Nailers Gedankengänge und moralischen Überlegungen haben mir richtig gut gefallen.

So gut mir das Setting und der Einstieg gefallen haben, hat der Plot im Laufe des Buches leider etwas nachgelassen. Es bleibt durchgehend interessant, doch es war leider nie so, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Dabei hat Herr

Fazit
............. 

Ein guter Auftakt, mit einem spitzen Setting und einer sehr realistischen Zukunftsvision. Es liest sich flüssig und leicht, konnte mich aber nicht ganz durchgehend fesseln. Deshalb habe ich hohe Erwartungen an die Fortsetzung und freue mich in Nailers Welt zurückzukehren. Das Buch endet nicht mit einem Cliffhanger, sondern schließt die begonnen Fäden ab, aber mit Freiraum für neue Abenteuer.

3,7 Sterne

6 Responses
  1. Kirsche Says:

    Ich fand das Buch auch sehr gut und mal ganz anders, weil es von einem Mann geschrieben wurde. Soll es denn eine Fortsetzung geben? Soweit ich weiß, soll "The Drowned Cities" ja aus Sicht anderer Personen geschrieben sein und lediglich Tool taucht wieder auf. Daher bin ich momentan total unsicher, ob ich es lesen soll oder nicht. Gute Bewertungen bekommt es ja schon. Deine Rezi hat die Fortsetzung jetzt zumindest wieder auf meien to-read Liste wandern lassen. :)


  2. Das klingt ja echt toll. Wenn es ein Einzelband wäre würde ich es mir glatt überlegen, aber so wie ich dich verstehe ist es der Auftakt einer Reihe? Ob nun mit anderen Hauptpersonen oder nicht, auf eine neue Reihe hab ich so gar keine Lust.
    Vielleicht später mal, deine Rezi macht neugierig und ich werde es im Hinterkopf behalten ;)


  3. Tina Says:

    @Kirsche:

    Ja es ist schon deutlich, wie sehr man merkt ob der Autor männlich oder weiblich ist, vor allem bei den Jugendbüchern. Es ist wirklich schön, wenn ein Buch mal nicht vor Gefühlen "strotzt".

    Oh ich wusste gar nicht, dass es um andere Charaktere geht. Schon schade, ich denke man hätte aus Nailer noch einiges machen können. Allerdings find ich es toll, dass "Tool" wieder vorkommt, würde mich doch sehr interessieren was es mit ihm auf sich hat.

    Wandert bei mir auch gleich auf "to read"^^

    @Suppenhuehnchen:

    Also du kannst es wirklich als Einzelband lesen. Die Hauptstränge sind abgeschlossen und könne auch für sich so stehenbleiben. Aber ich glaube schon, dass dir das Setting gefallen könnte und du auch Lust hättest mehr in dem Bereich zu lesen.
    Aber ich kenn das Gefühl mit den ganzen Reihen... Genau, behalt es einfach mal im Hinterkopf ;)


  4. captain cow Says:

    Verdammt, ich wollte doch keine Dystopien mehr lesen... Diese hier klingt aber eigentlich doch ganz gut :) Vor allem mal etwas anderes. Nun gut, wenn ich wieder Lust auf das Genre haben sollte, merke ich es mir mal vor. Danke für die Rezension! :D


  5. Lenchen ... Says:

    Ui, hört sich nicht schlecht an ^^ Es ist es schon erstaunlich, wie sehr sich oftmals der Schreibstil von männlichen und weiblichen Autoren unterscheidet ...
    Ich persönlich habe noch Biokrieg von Paolo Bacigalupi (Was für ein cooler Autorenname^^) auf meinem SuB rumliegen. Wollte es mal nächsten Monat in Angriff nehmen :)


  6. Tina Says:

    @captain cow:

    *lach* immer diese Vorsätze ;) Klappt dann doch nicht immer. Auf jeden Fall unterscheidet sich das Buch schon deutlich, allein schon weil es von einem männlichen Autor geschrieben ist und zum Beispiel eine Liebesgeschichte nur ganz am Rande eine Rolle spielt.

    @Lenchen:

    Mir fällt das auch immer sehr deutlich bei Michael Grant auf oder bei James Dashner. Biokrieg hatte ich auch lange auf dem SuB, aber irgendwie dann doch das Interesse verloren und es bei einem Lovelybookswanderpaket weiterwandern lassen. Da hat mir das Jugendbuch eindeutig mehr zugesagt! Bin aber gespannt, was du sagst und ob ichs bereuen werde^^


Kommentar veröffentlichen

Feel free to comment