Titel: Die Königliche
Originaltitel: Bitterblue
Autor: Kristin Cashore
Reihe: Graceling Realm #3
Seiten: 567
Verlag: Carlsen
Format: gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag und Lesebändchen 
ISBN:  3551582688
Preis: 19,99€ 
Erscheinungsdatum: 24. August 2012
Genre: Junge Erwachsene, High Fantasy

Bitterblue - neue Königin von Monsea. Der Tyrann ist tot, doch sein Bann scheint über den Tod hinaus zu wirken...

...auch für Leser geeignet, die "Die Beschenkte" und "Die Flammende" noch nicht kennen.

Inhalt 
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Nachdem ihr Vater König Leck tot ist, tritt die junge Bitterblue seine Nachfolge an. In ihren Händen liegt ein ganzes Königreich, das sich von der langen düsteren Herrschaft Lecks erholen muss. Gemeinsam mit ihren Ratgebern versucht Bitterblue die Politik des "nach vorne Schauens" umzusetzen. Doch nach und nach fallen ihr Unstimmigkeiten auf, kann man so weit vom Volk entfernt überhaupt regieren? Eines Nachts schleicht sie sich aus dem Schloss und versucht herauszufinden, wie es in ihrer Stadt wirklich aussieht. Anscheinend reicht Lecks Schatten auch über seinen Tod hinaus...

Vorbemerkung
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Ich muss zugeben die anderen beiden Teile "Die Beschenkte" und "Die Flammende" sind bei mir schon lange her. Am Anfang hat es seine Zeit gedauert, bis ich die Erinnerung wiedergefunden habe. Andererseits muss man die vorherigen Bände nicht unbedingt kennen, an den nötigen Stellen wird einiges erklärt und das Buch macht auch für sich genommen Sinn. Jedoch würde ich mir die vorherigen Bände nicht entgehen lassen!

Mein Eindruck
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Mir gefällt nach wie vor gut, wie flüssig Kristin Cashore erzählt und es schafft mir ihre Welt glaubhaft zu präsentieren. Es ist im Grunde eine Art High Fantasy Setting, mit Königreichen, mittelalterlich angehaucht und dazu eine Spur von Magie. Magie deshalb, weil es außerordentliche Menschen gibt, die man an ihrer unterschiedlichen Augenfarbe erkennt. Jeder dieser Menschen ist "beschenkt" und hat eine bestimmte Gabe. Mir gefällt da die Gabe von Bitterblues Bibliothekar am Besten, er vergisst nie ein Wort, das er gelesen hat. Allerdings sind solche "Beschenkten" selten und gerade König Leck war so jemand, der seine Macht ausgenutzt und ein gesamtes Königreich manipuliert und unterworfen hat.

Bitterblue ist ohne besondere "magischen" Gaben ausgestattet, dafür wiegt ihre Bürde um so schwerer. Mit gerade einmal 18 Jahren muss sie das Königreich wieder aufbauen und das Vertrauen ihres Volkes gewinnen. Mir hat sie als Charakter sehr gut gefallen. Einerseits merkt man ihr junges Alter, auf der anderen Seite ist sie vorausschauend und lässt sich von ihren Mitmenschen nicht allzu lange an der Nase herumführen. Der Unterschied zwischen dem Leben im Schloss, mit täglichen Regierungsgeschäften und dem Leben Nachts innerhalb der Stadt, hat mir gut gefallen. Wie auch Bitterblue selbst, lernt man das Reich in seinen verschiedenen Facetten kennen.

Mit der Zeit stellt sich heraus, dass vor allem mit ihren Beratern im Schloss etwas nicht stimmt. Ihre hochrangigen Untergebenen scheinen verrückt geworden zu sein, doch keiner will ihr wirklich sagen was vor sich geht. Mit der Zeit kommen auch Charaktere aus den vorherigen Bänden dazu, für mich ein schönes Wiedersehen! Freundschaft, Vertrauen und Verrat liegen eng beieinander...

Problematisch ist jedoch, dass Kristin Cashore ihre Geschichte an einigen Stellen unnötig kompliziert macht. Einmal gibt es eine Vielzahl von Charaktere, dann ist die Hälfte davon verrückt und ständig kommt eine neue Wendung oder neue Intrige dazu. Außerdem gibt es viele geheime Botschafften, die dechiffriert werden und sobald ein Geheimnis gelöst ist, tut sich das nächste auf. Einigen könnten die 560 Seiten deutlich länger vorkommen als sie sind, mir jedoch hat es kaum etwas ausgemacht.

Fazit
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Diesmal deutlich weniger Action und Kämpfe, dafür mehr Politik und Manipulationen. Die alten Charaktere mischen zwar noch mit, sind neben Bitterblue aber eindeutig Randfiguren. Meiner Meinung nach ist es klasse, dass auch Bitterblues Geschichte erzählt wird und das gerade Lecks Schreckenherrschaft auch nach so langer Zeit noch nachwirkt. Dabei jedoch, hätte sich die Autorin nicht ganz so kompliziert fassen müssen, das wird für einige den Lesefluss unterbrechen. Zum Ende hin wird auch noch einmal der Bogen zum zweiten Teil gespannt und schafft für mich einen insgesamt runden Abschluss. 


Ein runder, wenn auch nicht ganz unkomplizierter Abschluss
4,0 Sterne

5 Responses
  1. Fina Says:

    Hachja, das Buch muss ich ja auch unbedingt noch kaufen und lesen. Danke für die schöne Rezi, jetzt freue ich mich noch mehr darauf! :)


  2. Plumblossoms Says:

    Wirklich schöne Rezi :) Sehr nachvollziehbar deine Kritik, auch wenn mir dass mit der Kompliziertheit nicht aufgefallen ist. Ich fand es war eifach ein gelungener Abschluss der Trilogie ♥


  3. May Says:

    Ich stimme dir zu.
    Insgesamt fand ich das Band am schwächsten von der Reihe.

    LG May


  4. Ich habe nur dein Fazit gelesen und freu mich jetzt riesig drauf das Buch zu lesen, vor allem weil es noch 4 Sterne geworden sind! Ich hoffe ich komm bald dazu... Dann werd ich es auch nachholen die komplette Rezi zu lesen ;)


  5. Tina Says:

    @Fina:

    Ich wünsch dir ganz viel Spaß und hoffe es wird dir ebenso gefallen!

    @Plumblossoms:

    Das wurde anscheinend echt sehr unterschiedlich wahrgenommen. Aber wenn es dir nicht so bewusst war, umso besser ;)

    @May:

    Am Besten hat mir der erste Band gefallen. Zwischen "Die Flammende" und "Die Königliche" könnt ich mich nicht ganz entscheiden. Wenn ich mich richtig erinnere, hatte "Die Flammende" zähere Stellen. Dafür war es aber an anderen Stellen spannender^^

    @Suppenhuehnchen:

    Na, dann bin ich gespannt was du sagst und wie schnell du wieder in die Geschichte findest! Das war zu Beginn für mich die größte Schwierigkeit, die Erinnerung ;P


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