Titel: Die Zwölf
Originalausgabe: The Twelve
Autor: Justin Cronin
Reihe: The Passage #2 (Trilogie)
Seiten: 832
Verlag: Goldmann
Format: Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag und Lesebändchen
ISBN: 3442311799
Preis: 22,99€ 
Erscheinungsdatum: 14 Januar 2013
Genre: Thriller, Endzeit

"Babcock-Morrison-Chaves-Baffes-Turrell-Winston-Sosa-Echols-Lambright-Martínez-Reinhardt-Carter" - Die Zwölf 

(Spoilerfrei zu "Der Übergang", ebenso zum eigentlichen Buch selbst)

Inhalt 
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Alles begann mit zwölf zum Tode verurteilten Schwerverbrechern. Eigentlich war es nur ein Experiment, doch mit solchen schweren Folgen hätte niemand gerechnet. Sie sind der Grund dafür, dass die Welt wie wir sie kennen, in Trümmern liegt. Das Experiment schlug fehl, die von einem Virus befallenen Zwölf haben die Weltbevölkerung dezimiert und große Teile infiziert
Mittlerweile haben sich die Menschen mit der Bedrohung der "Virals" arrangiert, es gibt Sicherheitszonen, strenge Vorschriften, aber die Möglichkeit zu überleben. Dennoch wagt sich eine Gruppe von Familien an einem schönen Sommertag nach draußen, denn wie jeder weiß, fürchten die Virals das Licht und kommen nur bei Einbruch der Nacht. Mit einer Sonnenfinsternis allerdings hatte niemand gerechnet...

Mein Eindruck
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Erst einmal darf man sich vom Klappentext nicht so in die Irre führen lassen, das 800-seitige Werk beginnt ganz anders und es dauert ein paar hundert Seiten bis es überhaupt zu jenem folgenschweren Tag im Sommer kommt. Zu Beginn gibt es eine Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse, geschickt als eine überlieferte Quelle verpackt. Für all diejenigen, bei denen "Der Übergang" lange her ist, eine gute Auffrischung und erleichtert es einem wieder in die Geschichte zu finden.

Anfangs springt Justin Cronin mit seiner Erzählung, mal erfahren wir mehr über die unmittelbaren Vorfälle, die sich dem ersten Band anschließen. Mal findet sich der Leser wieder in der Stunde null wieder, in der alles begann. Dabei gibt es noch unterschiedliche Erzählperspektiven, allerdings klart sich das Bild, als sich die Wege der Protagonisten kreuzen. Hier zeigt sich wieder, wie erstaunlich Justin Cronin seine Erzählstränge zusammenführen kann. Hat man als Leser zu Beginn nur einen kleinen Ausschnitt vor sich, fügt sich Stück für Stück das Gesamtbild zusammen und zieht einen mehr und mehr in seinen Bann. Natürlich muss man als Leser mit dieser detailreichen Erzählung zurechtkommen. Auf dem ersten Blick erkennt man nicht unbedingt, weshalb dies oder jenes eine Rolle spielt. Umso aufschlussreicher ist der "Aha-Moment", wenn es schließlich so weit ist.

Nächster Punkt ist die schaurig, erschreckende Schilderung der Gewaltszenen. Es fließt jede Menge Blut, es gibt zahlreiche Gewalttaten und schlimme Angriffe der Virals. Der Autor nimmt kein Blatt vor den Mund, bringt es dabei realistisch und glaubhaft herüber. In dieser Zeit ist die Welt am Ende und ebenso die Prinzipien, wie wir sie kennen. Hinzukommt, dass die Grundstimmung sehr düster, an manchen Stellen fast schon depressiv ist. Für mich war es eine gelungene und überzeugende Atmosphäre, andere könnten sich an der Trostlosigkeit stören.

Gut hat mir gefallen, dass nach "Der Übergang" nun die Phase der Einleitung vorüber ist. Gab es im ersten Band noch so einige Längen, geht es hier meiner Meinung nach rascher und strukturierter vorwärts. Besonders zum Ende hin hat Justin Cronin noch einmal richtig aufgetrumpft und ich freue mich umso mehr auf den Abschluss der Trilogie!

Fazit
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"Die Zwölf" ist genauso, wie man sich eine Fortsetzung nach einem 1000-seitigen Auftakt vorstellt. Lang, detailreich und unheimlich gut durchdacht. Wem der "Übergang" zugesagt hat, wird sich auch von "Die Zwölf" gut unterhalten lassen, eine Kurzzusammenfassung zu Beginn erleichtert den Wiedereinstieg in die Geschichte. Hat sich "Der Übergang" noch eher wie eine Einleitung gelesen, geht es hier nun deutlicher auf das eigentliche Ziel zu. Altbekannte und neue Charaktere treffen aufeinander und versuchen entweder die Welt zu retten oder sie erst richtig zu zerstören...


 Fortsetzung, die es in sich hat
4,2 Sterne

4 Responses
  1. Sharon Says:

    Super Rezi, da macht es Lust sich das Buch zuzulegen :-)

    LG, Sharon

    sharonsbuecher.blogspot.com


  2. Buchtastisch Says:

    Uuuh, Du gehörst zu denjenigen, die "Der Übergang" geschafft haben. Ich breche ja eigentlich so gut wie nie Bücher ab - aber bei "Der Übergang" konnte ich nach 300 Seiten nimmer anders xD Insgesamt klingt Deine Rezi wirklich interessant ... aber die Buch-Reihe rühre ich besser doch nimmer an. Das war halt einfach nicht meins :)

    LG
    Monika


  3. Sandrina S Says:

    ok, es wird definitiv Zeit Der Übergang zu lesen :D


  4. Tina Says:

    @Sharon:

    Danke dir! Wenn du es dir zulegst, viel Spaß :)

    @Moni:

    Da kann ich dich wirklich gut verstehen. Ich muss zugeben, ich hatte damals die gekürzte Hörbuchversion gehört und da bin ich von sich aus schon geduldiger. Deshalb war ich schon ein wenig skeptisch, wie es ist diesen Schinken komplett zu lesen. Doch es hat sich gelohnt^^ Glaube aber auch, wenn dir der erste Band schon schwergefallen ist, wird die Reihe einfach nicht deins sein. Außer du probierst es vielleicht auch mal als Hörbuch, der Sprecher David Nathan (die Syncro von Johnny Depp)ist großartig!

    @Sandrina:

    Dann schick ich dir eine ordentliche Portion Geduld mit ;P


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