Titel: Leaving Paradise
Originalausgabe: Leaving Paradise
Autor: Simone Elkeles
Reihe: Leaving Paradise #1 (2 Teile insg.)
Seiten: 338
Verlag: cbt
Format: Taschenbuch
ISBN:  357030793X
Preis: 9,99€ 
Erscheinungsdatum: 14 Januar 2013
Genre: Contemporary, Jugendbuch

Ein folgenschwerer Unfall - 1 Jahr später. Keine Gute Idee, wenn sich Täter und Opfer ineinander verlieben...

Inhalt 
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Caleb Becker kehrt wieder in seinen Heimatort Paradise zurück. Ein Jahr Jugendhaft war das Ergebnis eines folgenschweren Unfalls mit Fahrerflucht. Das Opfer war ausgerechnet Maggie Armstrong, die beste Freundin seiner Schwester. Eigentlich wollen sich Caleb und Maggie so gut es geht aus dem Weg gehen, doch Paradise ist ein kleines Städtchen in dem Begegnungen unvermeidbar sind. Jene Nacht hat sie irgendwie miteinander verbunden und lässt sie nicht mehr los...

Mein Eindruck
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Erst einmal finde ich es erfreulich, dass hier der Titel "Leaving Paradise" 1:1 aus dem Original übernommen wurde. Leider wurden die englischen Titel ihrer anderen Reihe ganz schön verschandelt (z.B. wurde aus "Perfect Chemistry" "Du oder das ganze Leben", nur um das mit noch wohlklingenderen Titeln wie, "Du oder die große Liebe" statt "Chain Reaction" zu toppen). Auch wenn mein letztes Buch von ihr schon eine ganze Weile her war, besonders das Zusammenspiel der Charaktere und die humorvollen Dialoge waren mir in Erinnerung.

Typisch für ihre Bücher, ist der einfach zu lesende, angenehme Schreibstil. Schon auf wenigen Seiten entfaltet die abwechselnde Erzählsicht ihren Charme, mal erzählt Caleb, mal Maggie das Geschehen. Im Mittelpunkt stehen dabei hauptsächlich ihre alltäglichen Probleme: Maggie hat schwer mit den Verletzungsfolgen des Unfalls und ihrem angeknacksten Selbstbewusstsein zu kämpfen. Caleb hingegen muss sich erst wieder an ein Leben außerhalb des Gefängnisses gewöhnen. Gut gefallen hat mir, wie sich aus der anfänglichen Ablehnung zwischen den beiden eine zärtliche Zuneigung entwickelt. Simone Elkeles beweist hier Geschick und das Gefühl für das richtige Tempo, sie weiß einfach wie ihre Charaktere miteinander harmonieren.

Meine Probleme hatte ich jedoch mit Maggie an sich. Sie stellt ihr Licht unter den Scheffel und würde sich am liebsten morgens schon unter der Bettdecke vergraben. Natürlich hat sie so einiges durchgemacht, doch manchmal hätte ich sie für ihre Selbstdarstellung schütteln können. Überhaupt merkt man dem Buch seine kurzen 300 Seiten an, die Nebencharaktere bleiben sehr blass und einfältig. Vor allem der "Freundeskreis" strotzt nur vor stereotypen und ist eher Beiwerk um die Geschichte voran zu treiben. Zum Ende hin kommen mehr und mehr Details über den Unfall ans Licht, leider für mich alles andere als überraschend. Da hätte ich mir mehr Tiefe und Wendungen von der Autorin erhofft.

Fazit
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"Leaving Paradise" konnte mich leider nicht so überzeugen, wie ich es mir gewünscht hätte. Die Beziehung zwischen den Hauptcharakteren fand ich wunderbar, mit Maggie allein konnte ich allerdings nicht viel anfangen. Hinzukommt, dass man den kurzen Umfang (300 Seiten) deutlich spürt, vor allem zum Ende hin wurden Ereignisse zu einfach abgehandelt. Nichtsdestotrotz habe ich "Leaving Paradise" an einem Abend verschlungen! Insgesamt ein unterhaltsames Buch, doch leider nicht herausragend.


 Leichte, flüssige Unterhaltung
3,0 Sterne

3 Responses
  1. Fina Says:

    Schöne Rezi! Hat mich zwar in meiner Entscheidung bestätigt, das Buch erstmal nicht zu lesen, aber vielleicht findet es irgendwann trotzdem den Weg in mein Regal. :)


  2. Tina Says:

    Warum auch immer, wurde ins Deutsche zuerst ihre Reihe über die "Fuentes-Brüder" übersetzt und dann erst die "Paradise" Bücher, die sie zuerst geschrieben hat. Beim Lesen habe ich es dann auch einfach gemerkt, dass sie in der anderen Reihe mehr "Substanz" hinzugefügt hat. Aber ist eh immer schwierig eine Reihe unvoreingenommen zu lesen ;P


  3. Buchtastisch Says:

    Schön, dass ich mit meiner Meinung zu diesem Buch nicht ganz alleine da stehe :) Auch ich hatte so meine Probleme mit Maggie. Ein unterhaltsames Buch, das aber eben nicht an die Reihe mit den Fuentes-Brüdern rankommt. Kann Deiner Rezension nur unterschreiben. Hast Du schön rübergebracht!

    LG
    Monika


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