Titel: Das Labyrinth erwacht
Originaltitel: 
Autor: Rainer Wekwerth 
Reihe: Labyrinth #1
Seiten: 408
Verlag: Arena
Format: Gebundene Ausgabe mit Lesebändchen
ISBN: 9783401067889
Preis: 16,99 € 
Erscheinungsdatum: 15. Januar 2013
Genre: Junge Erwachsene, Überleben

Auf Spannung getrimmt - Nur leider kam es bei mir nicht so fesselnd an, wie erwartet...



Inhalt
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Als Jenna erwacht, hat sie keine Ahnung, wo sie ist und woher sie kommt. Einzig an grundlegende Dinge kann sie sich erinnern. Dinge wie, dass es Autos und Straßen gibt, nur nicht hier. Auch ihre Vergangenheit bleibt im Dunkeln, alles ist vergessen, außer ihren Namen. Immerhin ist Jenna nicht allein. Sie wird von Jeb aufgesammelt und angetrieben weiterzugehen. Denn sie befinden sich gemeinsam mit fünf anderen in einem Labyrinth, aus dem es kein Entkommen gibt. Der einzige Ausweg ist das nächste Tor zu erreichen. Allerdings gibt es immer ein Tor weniger, als Jugendliche...

Mein Eindruck
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"Das Labyrinth erwacht" war ein Spontankauf in der Buchhandlung. So viel sei gesagt, Spontankäufe kommen bei mir äußerst selten vor. Meistens wird im Detail durchgeplant, welche Bücher ich mir als nächstes anschaffe. Zu groß ist die Auswahl und zu groß ist die Möglichkeit, ein Buch zu erwischen, mit dem ich auf dem zweiten Blick nichts mehr anfangen kann. "Das Labyrinth erwacht" dagegen hörte sich vom Klappentext her schon bombastisch an. Verspricht Action, Spannung und schlaflose Nächte. Nur wollte es bei mir leider nicht zünden...

An sich ist die Idee klasse. Sieben Jugendliche in einem Labyrinth. Ohne Erinnerungen, außer an ihren Namen. Von der Grundidee erinnert es ein wenig an "Die Auserwählten im Labyrinth", läuft aber ganz anders ab. Ich sage mal, "Die Auserwählten" sind noch viel abgefahrener. In diesem Band gibt es mehr klare Linien. Das Ziel ist zu Beginn klar, es muss das nächste Tor erreicht werden, einer wird jedoch immer scheitern. Bis zum Ende nur noch einer übrig bleibt, derjenige ist dann frei. Rainer Wekwerth schreibt flüssig und spannend, Seite um Seite verfliegt, man will einfach wissen, wie es weitergeht.

Nur leider hat meine anfängliche Begeisterung schnell nachgelassen. Ich hatte große Schwierigkeiten mit den Charakteren warm zu werden. Das liegt daran, dass sie entweder (absichtlich) sehr unsympathisch oder gleich wieder viel zu nett und perfekt dargestellt werden. Irgendetwas in der Mitte gibt es nicht. Da sind die einen, die alles tun würden, um zu überleben. Und die anderen, die freiwillig das Schaf spielen, um sich vom Wolf reißen zu lassen. Es hat mir einfach keinen Spaß gemacht und mich herzlich wenig interessiert, was mit diesen Charakteren passiert ist. Das ist Schade, denn auf den Charakteren baut schließlich jede Geschichte auf. 

Hinzukommt noch, dass man ständig im Dunkeln tappt. Die Rückblicke sollen einen die Charaktere näher bringen, meistens fand ich es jedoch eher verwirrend. Man hat keine Ahnung, weshalb sie dort gelandet sind. Keine Ahnung, was außerhalb des Labyrinths passiert. Keine Ahnung warum, wieso und weshalb. Bis zum Ende. Natürlich ist es der Beginn einer Reihe, aber wenigstens einen kleinen Brocken muss man doch zuwerfen! Irgendetwas, das einen für den Moment zufriedenstellt und das Interesse weckt. Vielleicht kommt das in den Folgebänden noch, aber ehrlich gesagt habe ich wenig Interesse, das noch herauszufinden.

Fazit 
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Tolles Konzept, spannend geschrieben, nur leider sind die Charaktere emotionslos an mir vorbeigezogen. Weder mit dem einem Extremum "Ich muss überleben, um jeden Preis" noch dem anderen "Ich opfere mich für die Gemeinschaft" konnte ich etwas anfangen. Ohne Verbindung zu den Charakteren war es für mich schwierig Anschluss an die Geschichte zu finden. Die Tatsache, dass man das vollständige Buch über im Dunkeln tappt, hat es mir nicht gerade leichter gemacht. Schade.


Rastlose Reise, für mich leider ohne Highlights
2,7 Sterne
2 Responses
  1. Tanja V. Says:

    Ich erinnere mich noch zu gut an Amelies Meinung zum Buch, die ja nochmal um Ecken schlechter war xD Deine überzeugt mich jetzt auch nicht wirklich dem Buch noch eine Chance zu geben :P


  2. Tina Says:

    Muss Amelie da leider zustimmen. Ich fands ein wenig besser, aber nicht allzu viel. Leider viel zu hohe Erwartungen gehabt und dann keinen Zugang gefunden :(


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