Titel: Relic
Deutsche Ausgabe: Leider noch nichts bekannt
Autor: Renee Collins
Reihe: Einzelband?
Seiten: 400
Verlag: Entangled Teen
Format: Taschenbuch
ISBN: 1622660145
Preis: ca. 7 , Kindle: 3,99 €
Erscheinungsdatum: 26. August 2013
Genre: Fantasy, Western
Sprachschwierigkeit: 1-2

Western und Fantasy - ein vielversprechender Mix. Wenn sich aus den Gebeinen einst mächtiger Wesen Magie entfaltet...

Inhalt
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Maggie Davis Leben verändert sich drastisch, als ein verheerendes Feuer ihre Heimat zerstört und sie zu einer Waise macht. Sie tut, was sie kann, um ihre kleine Schwester zu versorgen und trotzdem ehrbarer Arbeit nachzugehen. Denn Jobs sind in diesen schweren Zeiten dünn gesät. Es klafft eine große Schwere, zwischen den Reichen und denjenigen, die sich gerade so über Wasser halten können. Minenarbeiter bergen Skelette von einst ausgestorbenen magischen Wesen. Diese Knochen sind mächtige Relikte - mit manchen lassen sich Feuer herbeirufen, mit anderen kann man unsichtbar werden oder Wunden heilen. Allerdings kann sich nicht jeder diese Macht zu Nutzen machen. Maggie entdeckt, dass sie über eine Begabung verfügt. Doch diese Chance auf ein besseres Leben kann ihr ebenso den Kopf kosten.

Mein Eindruck
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In "Relic" stecken viele wunderbare Ideen. Im Grunde ist es ein interessanter Genre-Mix, aus Western und Fantasy. Denn einerseits findet die Geschichte im Stil des Wilden Westens statt. Es gibt Farmen, Cowboys, Saloons und Indianer. Andererseits aber gibt es noch Fantasyelemente, in Form der mächtigen Relikten aus Drachen, Nixen und anderen ausgestorbenen Gestalten. Statt Jagd auf Gold wird in dieser Zeit Jagd auf die Relikte gemacht. Wie so oft profitieren davon nur wenige, die Mehrheit muss in Minen schuften oder sich auf andere Weise den Lebensunterhalt verdienen.

Maggie Davis steht nach dem Feuer am untersten Ende der Nahrungskette. Es war für mich unheimlich sympathisch, wie sie mit Biss versucht Arbeit zu finden, ohne sich dafür zu verkaufen. Maggie hat Stolz und Charakter, allzu leicht lässt sie sich nicht unterkriegen. Für mich war das eine wunderbare Abwechslung zu den oft allzu naiven Protagonistinnen des Jugendbuchgenres. Auch die Story ist von Beginn an interessant gemacht. Maggie versucht herauszufinden, was es mit dem Feuer auf sich hatte. Es war kein natürliches Feuer und Maggies Dorf war nicht das Erste, das niederbrannte. Alle machen die Indianer verantwortlich, die sich vehement gegen den Abbau der Relikte sträuben. 

Bis zu diesem Zeitpunkt war es für mich ein fantastisches Buch, doch dann kam die Wende. Die zuvor so selbständige und unabhängige Maggie stürzt sich gegen alle Vernunft in ein Abhängigkeitsverhältnis. Es war von Anfang an klar, dass sie dabei nur verlieren kann. Ihr Gönner hat mich auch gruselig sehr an Mr. Psycho Onkel Bernard aus "So wie Kupfer und Gold" erinnert. Leider ließ mit der Veränderung auch deutlich die Spannung nach. Maggie ist eher mit Beziehungschaos, als mit der Aufdeckung der Vorfälle beschäftigt. Ihr Gönner sollte ihre magische Begabung fördern, doch auch da tut sich lange Zeit nichts. Für mich war es leider enttäuschend, wie so ein vielversprechendes Buch, in eine typische Teenieromanze ohne große Handlung abdriften kann.

Fazit 
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Hach diese Bücher, die unheimlich spannend und interessant beginnen, dann aber doch ihren Zauber verlieren. Leider, leider war "Relic" genau so ein Fall. Dabei hatte es ein fantastisches Konzept, ein atmosphärisches Setting und (anfangs) eine tolle Heldin. Zu Beginn war mir Maggie so sympathisch, doch innerhalb weniger Seiten gibt sie alles auf, wofür sie zuvor noch gekämpft hat. Am schlimmsten ist, dass sie es sehenden Auges tut. Die spannende Handlung war ab diesem Zeitpunkt für mich wie weggeblasen. Der Schwerpunkt hat sich mehr auf eine Romanze, als die Aufklärung der Vorfälle gelegt. Erst kurz vor Schluss dreht sich wieder das Blatt, für mich zu spät.


Kreativer Genre Mix, nach tollem Start leider enttäuschend abgeflacht
3,0 Sterne
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3 Responses
  1. Winterkatze Says:

    Ach, das klingt wirklich doof! Ich hasse es ja, wenn ein guter Anfang dann so enttäuschend weitergeht. Dann würde ich mich am Liebsten hinsetzen und die Geschichte so weiterschreiben, wie sie "richtig" gehört. *g*


  2. Tina Says:

    @Winterkatze:

    Ja das war auch wirklich doof :( Da ist man Feuer und Flamme, und dann löst es sich im wahrsten Sinne des Wortes in Rauch auf -.-

    Hehe, das ist eine gute Idee! Wenn ich das könnte, würd ichs machen ;P


  3. Winterkatze Says:

    Och, probier es doch mal aus, vielleicht bekommst du es ja hin! :D


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