Titel: Beta
Originaltitel: Beta

Autor: Rachel Cohn
Reihe: Annex #1
Seiten: 432
Verlag: cbt
Format: gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag
ISBN: 3570161641
Preis: 17,99 € 
Erscheinungsdatum: 25. Februar 2013
Genre: SciFi
Altersempfehlung: Ab 13 Jahre laut 
Verlag (?!)

Irreführendes Cover - wenn aus einer zuvor belanglosen Geschichte Sinnlosigkeit hoch drei wird
Inhalt 
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Elysia ist ein Klon im Betastatus. Ein ganz neues Modell, nie zuvor wurden auch Teenager geklont. Ihre Aufgabe ist es, auf der Insel Demesne zu bedienen, einer Welt voller Luxus und Reichtum. Doch mit der Zeit mehren sich seltsame Vorfälle mit Klonen, die eine "Störung" haben. Denn eigentlich sollten die Klone keine eigenen Gefühle haben und nur ihren Herren dienen wollen. Mit der Zeit nimmt auch Elysia Regungen in sich wahr, die sie nicht haben sollte. Vielleicht hält das Leben auch für sie mehr bereit, als das Leben einer einfachen Dienerin. Elysia beginnt zu kämpfen, koste es, was es wolle...

Mein Eindruck
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Auf der Insel Demesne tummeln sich nur unheimlich reiche und wunderhübsche Menschen. Dass es diesen Menschen im Luxus noch besser geht, hat man beschlossen, dass sie am besten von vorne bis hinten bedient werden. Dummerweise ist das "normale" Arbeitsvolk im Paradies unterirdisch faul und arbeitet nichts. Deshalb ist man auf die glorreiche Idee gekommen, Menschen zu klonen, dass diese die niederen Arbeiten ausführen. Ähm ja, was für eine Idee!

Man lernt Elysia kurz nach ihrer "Erschaffung" kennen. Sie ähnelt einem unbeschriebenen Blatt, muss alles von Grund auf lernen und hat nur eine Computerdatenbank als Hilfe. Das führt manchmal zu ungewollt komischen Situationen, denn Elysia nimmt grundsätzlich jedes Fettnäpfchen mit. Dabei wirkt sie unheimlich naiv, mir hat sie zum Teil aber sogar leidgetan. In ihrer neuen Familie soll sie sozusagen deren Kinder bespaßen. Der etwa gleichaltrige Ivan und die deutlich jüngere Liesel. Elysia hängt dann die meiste Zeit mit Ivans Freundeskreis herum und das ist normalerweise der Kreis, bei dem jeder vom "schlechten Umfeld" sprechen würde. Oberflächlich, herablassen, nur mit sich selbst und oder mit Drogen beschäftigt. 

Das ist das Problem in einem Paradies, in dem man von vorne bis hinten bedient wird. Ohne echte Konflikte und Anstrengungen wird einem schnell langweilig und man kommt auf die "tollsten" Ideen. Sei es die verwöhnten nichtsnutzigen Kinder oder Ehemänner, die sich an weibliche Klone heranmachen. Statt totaler Entspannung macht sich eher totale Schlechtigkeit breit. Am untersten Ende der Nahrungskette stehen natürlich die Klone, wie gut, dass die nichts fühlen können und immer so gehorsam sind. Wen wird es überraschen, dabei bleibt es natürlich nicht. Es dauert aber unendlich lange, bis Elysia mal in die Nähe solcher Gedanken kommt. Fast 75% des Buches verfolgt man ihren Alltag in allen Belanglosig- und Oberflächlichkeiten. Es überrascht auch wenig, dass Elysia etwas ganz Besonderes ist und gerade diese verbotenen Gefühle empfinden kann. 

Nichtsdestotrotz habe ich die Geschichte bis zum letzten Drittel recht gelassen wahrgenommen. Nichts, das mich vom Hocker gehauen hat, aber auch nichts, das mich zur Weißglut bringen würde. Bis zu einem bestimmten Zeitpunkt. Man hat das Gefühl, die Autorin wollte in 3 Kapiteln all die Ereignislosigkeit des restlichen Buches nachholen. Die Handlungsabläufe werden gewalttätig, rücksichtslos und vollkommen unnötig. Es werden Erzählnähen gewählt, die in einem Jugendbuch absolut nichts zu suchen haben. Es werden Kinder mit reingezogen, um die Sache grundlos dramatischer zu machen. Sobald man denkt, es geht nicht schlimmer, setzt die Autorin noch einen obendrauf. Zum Ende hin wusste ich wirklich nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Dermaßen viel abstruse Handlung auf so wenig Seiten, hab ich echt noch nicht erlebt.

Fazit
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Rosarot und zuckersüß war das Erste, das mir einfiel, als ich das Cover von "Beta" gesehen habe. Wie ein harmloses Jugendbuch für Mädchen kommt es daher, oh wie bitter habe ich mich darüber getäuscht. Den Großteil des Buches hätte ich als eher langweilig, belanglos, aber ganz unterhaltsam eingeschätzt. Danach kommt das bittere Erwachen und hat meiner Meinung nach nichts in einem so harmlos wirkendem Buch verloren. Ich würde das Buch meiner 13-jährigen Tochter nicht geben, wenn ich eine hätte. Allem in allem bis zum Ende recht durchschnittlich, danach unnötig und einfach nur sinnfrei. 


Darauf kann man getrost verzichten
1,8 Sterne

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5 Responses
  1. haha - was soll ich sagen, außer - wir haben dich GEWARNT!! :D


  2. Irgendwie freu ich mich schon darauf, es zu lesen und danach die Rezi zu schreiben :P


  3. Maike Says:

    Ich fands auch nicht so dolle... Aber so hart war ich jetzt auch nicht. Schade eigentlich, weil die Idee so gut war.


  4. Tina Says:

    @Tina:

    :D Ich weiß, ich weiß. Dabei war es eine ganze Weile echt okay. Aber teilweise will ich irgendwie wissen, wie es weitergeht. Mal schauen^^

    @Sandrina:

    Na dann ganz viel Spaß und ich bin gespannt, wie deine Wertung ausfällt! So bekommt man auch Bücher vom SuB^^

    @Maike:

    Noch eine gleichgesinnte! Ach, soo hart war ich doch gar nicht :P Ich glaube auch, man hätte so einiges aus der Idee noch machen können! In "Lost Girl" war es sehr viel besser umgesetzt. Also falls du es noch nicht kennst, das ist um einiges empfehlenswerter!


  5. Echt, du hast LUST weiter zu lesen?? NEIN, oh gott, nein - WARUM?? Das darf nicht sein... aber gut, dann kannst mir halt sagen, wie es am Ende ausgeht, wer mit wem usw. :D


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