Titel: Steelheart
Deutsche Ausgabe: Erscheint im Juni 2014 bei Heyne fliegt
Autor: Brandon Sanderson
Reihe: Reckoners #1
Seiten: 386
Verlag: Delacorte Press
Format: Taschenbuch
ISBN: 0385374933
Preis: ca. 11€ als TB, gebunden ca. 13 €
Erscheinungsdatum: 24. September 2013
Genre: Fantasy, Paranormal
Sprachschwierigkeit: 2-3

Sie verfügen über Kräfte wie Superhelden - doch sie sind keine Helden. Sie wollen unendliche Macht, um jeden Preis...

Inhalt
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Vor 10 Jahren kam die große Katastrophe: eine Explosion am Himmel, die alles veränderte. Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr. Ein Großteil der Zivilisation wurde zerstört, die Politik ist am Ende und das Militär machtlos. Denn Epics sind keine Freunde der Menschheit. Seit der Erscheinung am Himmel haben sich manche von ihnen verändert. Sie entwickeln unbeschreibliche Fähigkeiten, machtvoll und kaum zu töten. Ihre Superkräfte nutzen sie allerdings nicht, um Gutes zu tun. Wie so oft streben Menschen nach immer mehr Macht. Nur sind Epics nicht aufzuhalten. Jeder Aufstand, jede Revolte endet mit einem schnellen Tod. So auch das Leben von Davids Vater. Seither sinnt er nur auf eines - Rache!

Mein Eindruck
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Wo "Brandon Sanderson" draufsteht, ist auch "Brandon Sanderson" drin. Wer ihn nicht kennt, Brandon Sanderson ist eigentlich ein High Fantasy Autor. Er hat Welten erschaffen, fast schon man Fließband könnte man sagen. Und doch sind sie jedes Mal unbeschreiblich gut. Fast 15 Bücher in nicht einmal 10 Jahren. Vor allem in einem Genre, bei dem ein Buch selten weniger als 500 Seiten hat. Das ist einfach nur bemerkenswert. In "Steelheart" bekommt man dafür schon eher eine "abgespeckte" Variante seiner Bücher. Statt einer riesigen Welt mit unzähligen Orten und Charakteren konzentriert sich "Steelheart" auf eine Stadt, Chicago. Mittelpunkt sind etwas mehr als eine Handvoll Charaktere, dafür rücken sie einem umso näher. Halten wir fest, die Welt ist ans Jugendbuchgenre angepasst, seine Sprache und Ideen allerdings nicht.

"Steelheart" spielt in einer unheimlich düsteren Welt, voller Zerstörung und Hoffnungslosigkeit. Die Menschheit hat verloren. Dass die Epics mächtige Superkräfte haben, ist eine Sache. Dass sie unverwundbar und nicht zu töten sind, eine ganz andere. Dieser Gegner ist nicht zu schlagen, darum haben sich die Menschen angepasst. Es gibt Städte, in denen herrscht ein bestimmter Epic, andere dagegen werden immer wechselnd heimgesucht. Man kann flüchten, oder auch bleiben, doch den Kampf nimmt so gut wie keiner auf. Nur die Reckoners, eine kleine Organisation verteilt auf das ganze Land stellt sich dem Aussichtslosen. Deshalb ist es Davids größtes Ziel sich ihnen anzuschließen und sie dazu bringen, den größten aller Epics auszuschalten: Steelheart. 

Die Geschichte beginnt mit Davids folgenschwerem Ausflug in eine Chicagoer Bank. Nach einer Machtdemonstration der Epics bleibt er als einziger Überlebender zurück. Obwohl es nicht möglich erscheint, hat er an diesem Tag Steelhearts Schwäche gesehen. Steelheart wurde verwundet, nur ein kleiner Kratzer und doch ein Moment der Hoffnung. Daraufhin nimmt das Buch eine Richtung an, die mich stark an Ocean's Eleven erinnert hat. David sucht die Reckoners auf und will bei ihnen mitmischen. Er steckt voller Pläne und Ideen, organisiert alles im Detail durch. Gemeinsam entwickeln sie Pläne, wie einzelne Epics ausgelöscht werden können. Dafür muss man erst ihre Schwäche finden, denn so mächtig Epics sind, jeder von ihnen hat eine Schwäche. Eine einzige Option sie zu töten. David hat sein Leben damit verbracht, alle verfügbaren Informationen zu sammeln und das Rätsel zu lösen.

Als Leser wird man schnell in einen Lesesog gezogen. Eine Welt, voller Action, Superkräften und Zusammenhalt. Nur gemeinsam können die Reckoners das Unschaffbare doch schaffen. Mir war es kaum möglich das Buch zu unterbrechen, nur eine kurze Phase lang, hatte "Steelheart" für mich einen kleinen Durchhänger. Aber kein Wunder, ein Anschlag nach dem anderen, dann wieder Pläneschmieden und bereit sein für das große Ganze. Das Finale ist dem ganzen Buch würdig und hält noch die ein oder andere Überraschung parat. An und für sich ist "Steelheart" damit sogar einigermaßen abgeschlossen. Doch ich freue mich, noch mehr aus dem Universum zu lesen!

Fazit 
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"Steelheart" ist für mich ein fast perfektes Buch. Es hat eine tolle Idee, ein düsteres atmosphärisches Setting und quicklebendige Charaktere. Die Geschichte fesselnd von Beginn an, ein abgekartetes Katz und Maus Spiel, bei dem die Reckoners, ähnlich wie David gegen Goliath kämpfen. Nur allzu deutlich zeigt sich, dass bei aller Macht nur die kleinste Schwäche ausreicht, um das Unschaffbare doch zu erreichen. Entscheidend für meine Bewertung war, dass David dabei noch über sich selbst hinauswächst. Er beginnt allmählich zu begreifen, dass das Leben für ihn vielleicht mehr bereithält, als Rache. Abgesehen von einem klitzekleinen Durchhänger ein fantastisches Buch!


Wenn Superhelden keine Helden sind, sondern dein größter Feind
4,5 Sterne

3 Responses
  1. Man das muss ja Schicksal sein, dass deine Rezension genau dann Online kommt wenn das Buch bei mir eintrudelt xD
    Jetzt kann ich es kaum noch abwarten, damit anzufangen ^^


  2. Tina Says:

    Stimmt genau Fabian! Das dachte ich mir auch, als ich deinen Neuzugangspost gesehen habe ;)

    Ich wünsch dir ganz viel Spaß mit "Steelheart" und bin mir ziemlich sicher, dass es dir gefallen wird!


  3. Buchtastisch Says:

    Hm, das Buch stand bisher gar nicht auf meinem Radar - aber nach Deiner begeisterten Rezension ist es nun doch mal auf dem Wunschzettel gelandet ... mal schauen was daraus wird :)

    LG
    Moni


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