Titel: Across a Star-Swept Sea 
Deutsche Ausgabe: bisher leider nichts bekannt
Autor: Diana Peterfreund
Reihe: For Darkness Shows the Stars #2
Seiten: 464
Verlag: Balzer + Bray
Format: gebundene Ausgabe 
ISBN: 0062006169
Preis: ca. 13,80 € 
Erscheinungsdatum: 15. Oktober 2013
Genre: Romance, Dystopie
Sprachschwierigkeit: 1-2

Zwei Inseln - zwei Systeme. Eine junge Frau - mit zwei Identitäten. Wunderbare Story in tropischer Atmosphäre!
Spoilerfrei zu "For Darkness Shows the Stars"! Die Bände lassen sich auch nahezu unabhängig voneinander lesen. Würde ich aber nicht empfehlen, dafür sind beide einfach zu gut!  Zur Rezension des ersten Teils geht es hier.


Inhalt 
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In "Across a Star-Swept Sea" geht es um zwei benachbarte Inseln inmitten des New Pacifica. (Hier gibt's übrigens einen tollen Blogbeitrag der Autorin mit Karte). Der folgenschwere Gendefekt "Reduction" ist dort mittlerweile ausgemerzt. Ein Heilmittel hat dafür gesorgt, dass kein Mensch mehr "reduced" geboren wird. In Albion herrscht noch Ruhe vor dem Sturm, hier kann sich die Aristokratie noch halten. Im Nachbarland Galatea dagegen tobt die Revolution. Eine mächtige Waffe ist in die Hände der Revolutionäre gelangt. Sie können die Reduction wiederaufleben lassen. Mit nur einer verhängnisvollen Dosis lassen sich beliebig Feinde in einen Schatten ihrer selbst verwandeln. 

Persis Blake ist die Tochter eines Aristokraten in Albion. Niemand würde auf dem ersten Blick glauben, dass sich hinter der oberflächlichen und einfältigen Persis "the wild poppy" verbirgt. "the wild poppy" ist ein berüchtigter Spion, der zuletzt noch Widerstand in Galatea leistet. Das Doppelleben ist für Persis nicht einfach, aber machbar. Bis Justen Halo in Albion Asyl sucht...

Mein Eindruck
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"Across a Star-Swept Sea" lässt mich wieder an das Prinzip "Fortsetzung" glauben. Dabei könnte man hier die zwei Bände sogar völlig unabhängig voneinander lesen. Wahrscheinlich macht das die Geschichte auch umso besser. Statt des trostlosen Fleckchens aus "For Darkness Shows the Stars" finden wir uns jetzt in New Pacifica wieder. Der Gendefekt "Reduction" konnte schnell ausgemerzt werden, statt Rückschritt floriert hier die Technologie. Doch anscheinend ein Stück weit zu gut. Der letzten rechtmäßigen Königin von Galatea ist dieser Fortschritt zum Verhängnis geworden - denn aus der ehemaligen Reduction wurde eine Waffe.

Ich finde es unheimlich klasse gemacht, dass Diana Peterfreund sich hier für ein völlig anderes Setting entscheidet. Nachdem die Menschheit sich fast selbst zerstört hat, ist es nur logisch, dass sie sich an anderen Orten, unterschiedlich wieder aufbaut. Statt Agrikultur gibt es in New Pacifica Technologie im Überfluss. Statt eines Handys verfügt jeder, der etwas auf sich hält z.B. über ein Display in der Handfläche. Nahezu wie Gedankenübertragung funktioniert das SMS schreiben und vieles mehr. Seit die Revolution ausgebrochen ist, befindet sich aber auch das sonst so stabile Albion im wanken. Im Laufe des Buches erfährt man, wie Persis in die Rolle der Spionin geraten ist und welche Mühen es bedeutet, ihre Fassade aufrechtzuerhalten.

Es war einfach nur amüsant zu lesen, wie Persis und Justen miteinander umgehen. Er stammt aus den treibenden Kräften der Revolution - hat sich aber abgewandt. Ausgerechnet in Albion sucht er Unterschlupf und bekommt ihn von der ach so oberflächlichen Hof-Livestyle-Königin Persis gewährt. Es dauert nicht lange bis es kracht! Fast schon beneidenswert, wie es Persis logistisch schafft, durch und durch Theater zu spielen und nebenbei noch Zeit für Rettungsmissionen zu finden.

Auch Justen hat seine eigene Geschichte zu erzählen. Seine Großmutter war es, die die Menschheit mit der Helo-Cure geheilt und befreit hat. Doch nicht ganz ohne Nebenwirkungen, wie sich an der jüngsten Waffe der Revolutionäre zeigt. Mit der Zeit versteht man Justen besser. Immer wieder geht die Autorin auf die einzelnen Regierungsformen ein und säht jede Menge Stoff zum Nachdenken. Seinen Höhepunkte erreichte "Across a Star-Swept Sea" für mich, als endlich Charaktere aus Band 1 auftauchen. Und wie gut war das gemacht, bitte! Traumhaft für alle, die Band 1 kennen. Für Neueinsteiger ist es trotzdem verständlich und schürt Neugier, vielleicht doch noch den Auftakt anzuschauen.

Klitzekleiner Abzug für die Hektik gegen Ende und die eine etwas überzogene "Schurkin". Aber das war es schon. *In-Erinnerungen-schwelg*

Fazit
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Bei "Across a Star-Swept Sea" gibt es für mich kaum etwas zu meckern! Es gibt ein durchdachtes Inselsystem, das auf dem zweiten Blick schon gar nicht mehr so kompliziert ist. Besonders gut hat mir Hauptcharakter Persis gefallen. Ihr Possenspiel ist meisterhaft, umso schöner, dass all ihre aufgedeckten Beweggründe sie noch lebendiger machen.
Mit seinen vielen Ideen, den vielschichtigen Charakteren und den spannenden Handlungssträngen, war dieser Band für mich einfach noch besser, als der Erste! In jeder Sekunde habe ich mit den Charakteren gefühlt, gelebt und gelitten! Und das bei einer FORTSETZUNG, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen!


NOCH besser, als "For Darkness Shows the Stars"!
4,6 Sterne
5 Responses
  1. Laura Says:

    Wow, deine Rezi ist wirklich gut :) Ich muss das Buch unbedingt lesen *_*
    Liebe Grüße und ich freue mich auf einen Gegenbesuch! <3
    Laura
    http://buechernixe.blogspot.de


  2. Amelie Says:

    ARGH! Okay, jetzt muss ich das definitiv lesen! ARGH!


  3. Christine Says:

    Warum hab ich For Darkness shows the stars noch nicht gelesen`Das steht bestimmt schon seit einem halben Jahr bei mir rum^^
    Aber neben dir kenne ich eigentlich niemanden, der das Buch auch gelesen hat, obwohl es so gut sein soll... Naja, Teil eins steht auf jeden Fall ganz oben auf meiner Lese-ich-bald-Liste :)


  4. lost pages Says:

    Ich muss ja leider gestehen, dass ich Band 1 erst einmal zur Seite gelegt habe - die ersten 100 Seiten waren mir leider zu langweilig, obwohl ich die Idee mit den Briefchen ja ganz nett fand :/


  5. Tina Says:

    @Laura:

    Am besten wäre es du fängst mir Band 1 an ;)

    Dir auch liebe Grüße!

    @Amelie:

    Ja musst du Amelie^^ Auf los!

    @Christine:

    Ich bin ja soo gespannt, wie du es finden wirst! Eine Schande, dass das arme Buch so lange bei dir subt^^

    Ich finds auch schade, dass die Bücher nicht sehr bekannt sind. Sie haben auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit verdient! Dann würde sich vielleicht auch der ein oder andere deutsche Verlag eine Übersetzung überlegen.

    @Jan:

    Ein bisschen braucht der Einstieg bei "For Darkness Shows th Stars", vor allem weil das System ja nicht ganz unkompliziert ist. Das hat mir an "Across a Star-Swept Sea" noch besser gefallen, dass fesselt gleich von Beginn an. Ich hoffe, du lässt es noch einmal auf einen zweiten Versuch ankommen!


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