"An Ember in the Ashes" hatte mit seinem wunderschönem Cover schon auf der Buchmesse meine Aufmerksamkeit erregt. Leider war das in den Händen Halten nur ein kurzes Vergnügen - es erscheint nämlich erst im Mai 2015. Als ich dann hier bei Cherry und Kirsche gesehen habe, wie die deutsche Übersetzung aussieht, war ich leider not amused. An und für sich ist es toll, dass das Buch sogar fast zeitgleich erscheint. Aber die Umsetzung...

Gestaltung
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Tja das deutsche Cover wurde meiner Meinung nach auch noch in doppelter Hinsicht gestraft. Zum einen wurde das wirklich tolle Originalcover nicht übernommen und durch ein nichtssagendes Paar Männeraugen ersetzt. Zum anderen wurde auch noch der Titel völlig verunstaltet. "Elias & Laia" also bitte?! Sind wir jetzt wieder bei "Cassia & Ky" und müssen dem Leser schon unbedingt vorab erklären, wer sich in wen verliebt? Und natürlich kommt noch ein unsäglicher Untertitel dazu, als wenn die zwei Namen nicht schon genug wären. "Die Herrschaft der Masken" ähnelt auch arg einem bei Blanvalet erschienenen Titel namens "Masken - Unter magischer Herrschaft" (den ich vor 100 Jahren hier besprochen hatte). 

Das Originalcover ist auf Anhieb ein absoluter Hingucker und hört sich mit dem Titel auch noch richtig interessant an. Die deutsche Variante lässt bei mir Schnulzenalarm aufläuten. Ich meine, im Original hat man eine riesige Mauer, eine Wüste, eine winzige Person, die vor der Mauer entlangläuft und einem die Größe verdeutlicht. Die Mauer sieht schon fast wie ein Wasserfall aus, ist aber anscheinend aus Stein. Und was hat sie da zu suchen überhaupt? Alleine darüber kann man sich schon Gedanken machen. Bei der deutschen Variante denkt man nur, Augen, aha. Seltsame Tattoos, aha. Fertig. Das ist sooo schade! Vor allem hat man ja am unteren Ende des deutschen Covers auch die Stadt angedeutet, wieso nicht wenigstens mehr daraus machen, statt einfach nur Augen draufzupacken?

Wir Leser werden es wohl nie erfahren.

Zwei Coverschönheiten von der Buchmesse. "Klick auf das Bild" zum Vergrößern.
 
Bibliographische Daten
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"An Ember in the Ashes"
Autor: Sabaa Tahir Reihe: Keine Infos, Seiten: 464, Verlag: Razorbill, ISBN:  1595148035, Erscheinungsdatum: 28. April 2015
 
"Elias & Laia, die Herrschaft der Masken"
Autor:  Reihe: Keine Infos, Seiten 507, Verlag: Bastei Lübbe, ISBN: 9783846600092, Erscheinungsdatum: 15. Mai 2015


Darum geht's
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Laia lebt in einer Welt, die von den Trägern der silbernen Masken beherrscht wird. Tagtäglich heißt es sich unterordnen und versuchen möglichst wenig aufzufallen. Als jedoch eines Tages ihr Bruder verhaftet und zum Tode verurteilt werden soll, ist es für Laia an der Zeit zu handeln. Sie schmuggelt sich in die Militärakademie hinein und gibt sich dort als Sklavin aus. Dort will sie mithilfe einer Untergrundbewegung ihren Bruder herausschaffen, bevor es zu spät ist. 

Auf der anderen Seite steht Elias, ein Träger der Maske. Er ist einer der besten Soldaten, doch innerlich plagen ihn große Zweifel. Als er schon mit dem Gedanken spielt, das Militär zu verlassen, wird ihm befohlen an einem grausamen Wettbewerb teilzunehmen, der über die Position des nächsten Martial Emperor entscheidet. 

Schließlich kreuzen sich die Wege der beiden und verändern nicht nur ihr eigenes Schicksal, sondern das des gesamten Empires. 


Wer möchte kann sich hier den Klappentext des Verlages anschauen. Zum Englischen geht es hier.

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Das ist wieder so ein Buch, das kann großartig werden, oder durch eine schwache Umsetzung auch ordentlich in die Hose gehen. Denn Geschichten a la "Sie trifft ihn und eigentlich sind sie "Feinde" und dürfen nicht zusammen sein" gibt es eigentlich schon zuhauf. Aber mit einzigartigen Charakteren und einem tollen Setting kann man viel daraus machen. *seufz* und dieses hübsche Cover natürlich! Ich werde es auf jeden Fall mit dem Original probieren. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt ;P



Wie findet ihr das Cover, vor allem im Vergleich?


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15 Responses
  1. Anorielt Says:

    Das Buch steht auf meiner Wunschliste auch ganz oben :-) wobei ich sagen muss das mir hier auch das deutsche Cover gefällt, egal ob es nun nichtssagend ist oder nicht. Beim englischen Cover ist mir die Schrift irgendwie zu groß, sie nimmt zu viel Platz ein.


  2. Hallo,

    also erstmal zum Inhalt. Der klingt wirklich toll und macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Das Buch hat es gleich mal auf meine Wunschliste geschafft, werde aber sicher erst einmal ein paar Rezis abwarten.

    Und dann kommen wir mal zum Cover ... ganz ehrlich???? Wie kann man so ein wunderschönes Cover nur so verunstalten???? Das amerikanische Cover ist einfach um längen schöner und viel interessanter mit der Wüste und vor allem mit der Mauer die aussieht wie ein Wasserfall und dazu noch die goldene Schrift ... einfach WOW. Ich mein das dt. Cover ist auch nicht ohne, die Auge und das mysteriöse Tattoo gefallen mir auch sehr gut, aber es kommt halt nicht an das Orginal ran, leider.

    Was mir aber bei beiden gefällt ist die Farbauswahl vom Cover, dieses gold-braun.

    LG Dinchen


  3. Tina Says:

    @Conny:

    Ja stimmt schon, die Schrift ist groß. Aber ich finde, das fügt sich richtig schön im Gesamtbild ein, weil es ja "nur" auf der Mauer steht und deutlich zu lesen ist. Beim deutschen Cover bin ich seit den ganzen Mädchengesichtern auch Männergesichtern auf dem Cover nicht mehr so zugeneigt. Aber ich tippe mal drauf, dass du trotzdem auch das englische Buch lesen wirst, oder? ;)

    @Dinchen:

    Das ist bei dem Buch sicher eine gute Idee, noch ein paar Meinungen abzuwarten. Ich würde das ja auch machen, aber wie ich mich kenne, bin ich dafür viel zu neugierig ;D

    Im Vergleich denke ich mir das leider auch :( Ich finde es im Vergleich leider schon so schlimm, dass ich dem deutschen Cover kaum noch etwas abgewinnen kann. Aber die Farbwahl an sich ist bei beiden schön getroffen stimmt. Das kann man dann zugute halten^^

    Dir auch liebe Grüße!


  4. Tanja V. Says:

    Als ich das deutsche zum ersten Mal gesehen habe, dachte ich auch nur :O :O :O Mir gefällt das englische nämlich auch 500x besser :D Ich hoffe, du liest es zeitig zum Erscheinen, dann weiß ich, ob sich da ein Kauf lohnt :D


  5. Melanie S. Says:

    Abgesehen davon, dass ich das Buch bis gerade eben noch gar nicht kannte und in den meisten Fällen sowieso zum Original tendiere, finde ich das deutsche Cover nicht besonders ansprechend. Es ist wie du sagst - schon wieder ein Gesicht mit irgendwelchen Schnörkeln. Ich weiß auch nicht, trauen sich deutsche Verlage in diesem Genre nicht so sehr an andere Covergestaltungen oder warum bleiben sie immer beim gleichen Design? Das Originalcover ist so toll und echt ein Blickfang *.*


  6. Beim Titel stimme ich dir zu, wobei ich ja finde dass die Inhaltsangabe uns eh schon sagt wer sich in wen verlieben wird... was solls also, wenn der Titel das auch noch tut. Alles in allem finde ich aber wirklich, dass man das besser hätte lösen können :-/
    Leider schreckt mich grade diese vorprogrammierte Liebesgeschichte etwas ab - ich warte auf jeden Fall Meinungen ab ehe ich es versuchen würde, eben weil es sowas ja leider zuhauf gibt.

    Beim Cover bin ich allerdings nicht so ganz deiner Meinung. Mir gefallen sie beide sehr gut. Das englische fasziniert wegen der großen Schrift erst auf den zweiten Blick, ist dann aber sehr schön. Wobei ich da zur Inhaltsangabe spontan keine richtige Verbindung aufbauen kann. Das deutsche würde mich normal vielleicht durch das Gesicht abschrecken, ich finde aber die Andeutung mit der Maske (Meinst du das mit Tattoos?) toll gemacht. Sie wirkt irgendwie gleichzeitig aufgesetzt und im Inneren verankert und da frage ich mich, ob das eine tiefere Bedeutung in Bezug auf den Inhalt hat oder einfach nur geheimnisvoll aussehen soll?

    Allerdings komme ich zu dem Schluss auch nur weil du die Cover hier präsentierst ;) Ich bin mir bei beiden nicht sicher ob ich sie nicht beim stöbern einfach übersehen hätte. Sie sind schön, aber einfach nicht so ausgefallen, dass ich direkt auf den Klappentext geschaut hätte. Wahrscheinlich wäre ich neugierig geworden wenn ich es bei GR plötzlich ständig aufblitzen sehe :D


  7. Stephie Says:

    Das deutsche Cover ist schrecklich, gar keine Frage! Ich wünschte sie hätten das Original übernommen. So wird das Buch auf Deutsch höchstens als eBook bei mir einziehen.


  8. BücherFähe Says:

    Hallo, :)

    ich finde diese Coververgleiche immer ganz interessant. Da ich eigentlich keine englischen Romane lese bzw. bei mir Zuhause habe, fällt mir sowas ja gar nicht auf.
    An sich gefällt mir das Linke auch besser, obwohl ich das rechte jetzt auch nicht hässlich finde. Also, ich stimme da Suppenhuehnchen zu.
    Ich finde aber, dass die Cover doch irgendwie ganz schön dazu beiträgt, was man vom Buch erwartet. Das Linke wirkt meiner Meinung nach viel mehr nach „Abenteuer"-Roman, wenn man das so sagen kann, das Rechte driftet, wie das ja auch schon von dir gesagt wurde, mehr in die Liebesschiene ab. Allein von der Wirkung her würde mich daher das Originalcover mehr reizen.
    Aber die Verlage scheinen sich ja am deutschen Buchmarkt zu orientieren und da sind Cover mit Gesichtern und Liebesgeschichten-Anspielung wohl gerade Trend. :D

    Liebe Grüße :)


  9. Oh Hilfe, da gruselt es mir die Zehennägel hoch. Das Deutsche Cover ist der totale Photoshop-Fail. Wenn ich schon die Tattoos sehe und die Art, wie die Augen einfach nur ausgeschnitten und mit dem Weichzeichner bearbeitet wurden... WIESO? Manchmal gibt es bei Covern Lizensprobleme, da darf man sich nicht wundern wenn man in verschiedenen Sprachen andere erhält. Aber das ist keine Entschuldigung für hingeklatschte Photoshop-Collagen :'D


  10. Romina Agus Says:

    Huhu du : )
    *lach* ich kann deine Aufregung verstehen, ich persönlich mag zwar auch das deutsche Cover aber da sind Geschmäcker ja verschieden. Und oft ist es ja auch sehr verwirrend wie die Cover umgestaltet werden. Hierbei kann man sich wirklich streiten, ich mag beide. Aber bei einigen anderen Büchern finde ich teils die Deutschen Cover echt schöner : )
    Zb. Shades of Grey.... das waren ja fürchterliche deutsche Cover oO Aber die Obsidian Reihe mag ich in deutsch lieber : )
    Ganz liebe Grüße
    Romi


  11. Favola Says:

    Hey Tina

    Ich kann dir nur zustimmen .... und zwar in allen Punkten. Das deutsche Cover ist wirklich so 0815 und ich persönlich kann so Geischtsausschnitte langsam nicht mehr sehen. Und ja, dem Titel nach, müsste "Elias & Laia" wirklich aus der Feder von Jessca Sorensen stammen ;-)
    Sehr schade. Ich würde auch zum Original greifen, wenn ich dem Englisch genug mächtig wäre .... aber so lasse ich dich einfach mal testen, ob es sich lohnt :-)

    lg Favola


  12. Wow, also ich muss sagen, dass das deutsche Cover ja wirklich gar nicht geht, während das englische Cover einfach wunderschön ist o.O Die Schrift und die Farben und alles, einfach ♥♥♥
    Auch der deutsche Titel ist nicht gelungen, der englische macht viel mehr her (vor allem bei dem Wort Ember, eins meiner Lieblingsworte auf Englisch). Ich stimme dir also vollkommen zu!!!
    Liebe Grüße, KQ


  13. Neyasha Says:

    Wow, das englische Cover sieht wirklich toll aus, zumal auch der Titel echt interessant klingt. Inhaltlich ... hm, vor einem Jahr hätte ich gesagt, dass das eher nicht mein Beuteschema ist, aber nun hat mich Anfang diesen Jahres "The Assassin's Curse" von Cassandra Rose Clarke so begeistert, dass auch in so eine Richtung Liebesgeschichte zwischen Feinden geht. Daher werd ich mir das Buch mal merken.
    Beim deutschen Cover hätte ich es noch nicht mal bis zum Klappentext geschafft. Mal wieder ein Gesicht und dazu noch das unsägliche "x&y"-Schema - zusammen finde ich das echt abschreckend.


  14. Sandy Says:

    Mir gefällt das US-Cover sehr, aber das deutsche Cover gefällt mir auch ausgesprochen gut. Es fällt einfach ins Auge. Und das ist etwas womit der Verlag seine deutsche jungen Leser kriegen will. Effektvolles Marketing halt. Masken sind nun mal ein Thema im Buch, warum dies auch nicht stark hervorheben?! Und wenn man dann noch das Endprodukt sieht - sprich NICHT das LE, sondern die aufwändige finale Gestaltung für den Käufer - muss ich sagen, hat sich der Verlag ins Zeug gelegt. Was ist falsch daran, einen Grafiker ranzulassen und sich nicht dem Original zu bedienen? Man muss auch immer schauen, wie der "normale" deutsche (jugendliche) Leser, Bücher im Laden sieht und wie wir überkritischen Blogger, die alles analysieren.
    Der Obertitel "Elias & Laia" klingt nach einem klischeebehafteten Titel, ist ganz typisch für den deutschen Buchmarkt, aber auch im engl. Klappentext wird da schon mit den Namen der Hauptfiguren um sich geschmissen. Und in der Vergangenheit hat es ja auch funktioniert.

    Liebe Grüße


  15. Kayla Hummel Says:

    Ich hab das Buch und werde es bald lesen ^-^ *andere neidisch mach*


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