Titel: Rithmatist
Deutsche Ausgabe: Leider noch keine Infos
Autor: Brandon Sanderson
Reihe: Rithmatist #1
Seiten: 378
Verlag: Tor Teen
Format: Gebundene Ausgabe
ISBN: 0765320320
Preis: gebunden 13 €, Kindle: 1,78 €
Erscheinungsdatum: 14. Mai 2013
Genre: Fantasy, Jugendbuch
Sprachschwierigkeit: 2
Leihen: bei Skoobe 
 
Joel wird nie ein Rithmatist sein können und doch wird er in das Schicksal aller mithineingezogen...

Inhalt
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Mehr als alles andere will Joel ein Rithmatist werden. Rithmatists können mit Kreide Gezeichnetes zum Leben erwecken, so genannte "Chalkings". Sie sind die einzigen, die die Menschen gegen wilde Chalklings verteidigen können. Joel ist allerdings nur der Sohn eines niederen Kreideherstellers. An der Armedius Akademie kann er nur dabei zuschauen, wie die Schüler die magischen Fähigkeiten erlernen. Doch eines Tages verschwinden plötzlich Schüler aus ihren Schlafsälen. Joel soll gemeinsam mit Melody dem Professor helfen, der die Fälle untersucht. Dabei machen sie eine unerwartete Entdeckung, die das Schicksal der Rithmatists für immer verändern könnte... (Quelle: übersetzt von Goodreads)
 
Mein Eindruck
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Brandon Sanderson hatte mich mit "Steelheart" unheimlich begeistern können, deshalb wollte ich natürlich unbedingt auch seine zweite Jugendbuchreihe lesen. "Rithmatist" richtet sich noch einmal an etwas jüngere Leser, wenn es auch hier nicht unbedingt zimperlich zugeht. Joel besucht eine hochangesehene Schule, auf der nur die besten der besten unterrichtet werden. Ein Teil davon sind ganz normale Schüler, der andere Teil sind "Rithmatists", die magische Kreidezeichnungen am Boden zum Leben erwecken können. Eine Auswahlzeremonie in jungen Jahren entscheidet darüber, ob in einem die magischen Fähigkeiten schlummern. Und obwohl es Joels größter Traum wäre, gehört er nicht zu den Auserwählten.

Eine schöne Sache am Buch ist, dass sich Joel davon nicht unterkriegen lässt. Er versucht trotzdem so viel wie möglich über die Fähigkeiten der Rithmatists zu lernen. Zum Beispiel, indem er sich in Vorlesungen schleicht, sich Bücher "leiht" und alles Wissen aufsaugt, das ihm zwischen die Finger kommt. Als eines Tages Rithmatist-Schüler verschwinden, beteiligt sich Joel an Ermittlungen und beweist, dass er auch als Nicht-Rithmatist eine große Hilfe sein kann.

Brandon Sanderson zeigt verschiedene Seiten der Medaille auf. Zum einen Joel, der nichts lieber auf der Welt wäre als ein Rithmatist, aber keiner sein kann. Zum anderen Melody, die auserwählt wurde, sich aber mit ihrem "Talent" nicht anfreunden kann. Getreu dem Sprichwort, was dem einen größte Freude ist, kann dem anderen größtes Leid sein. 

An und für sich hat mir die Geschichte gut gefallen. In kürzester Zeit schließt man die Charaktere ins Herz und möchte einfach wissen, was es mit den verschwundenen Kindern auf sich hat. Allerdings gab es, obwohl das Buch eigentlich schon recht kurz ist, zwischendurch einige Längen, in denen kaum etwas Neues geschieht. Erst als die Ermittlungen wieder mehr Schwung aufnahmen, konnte mich die Geschichte wieder fesseln. Da hatten mir Erzähltempo und Pausen für Erklärungen in "Steelheart" einfach besser gefallen.

Fazit 
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"Rithmatist" ist eine unterhaltsame Geschichte, mit charmanten Figuren und wunderschönen Zeichnungen. Die Fähigkeiten werden durchweg gut erklärt, für meinen Geschmack aber im Mittelteil zu viel. Das führte für mich dazu, dass ich leider nicht durchgehend an die Geschichte gefesselt war und mir stellenweise mehr Tempo gewünscht hätte. Alles in allem solide bis gut, wenn auch leider nicht überragend.


Charmante Charaktere und Ideen, die Geschichte leider zu durchschnittlich
3,3 Sterne


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10 Responses
  1. Schöne Rezi - jetzt bin ich neugierig auf das Buch, auch wenn es dich nicht komplett fesseln konnte. Alleine die Idee klingt irgendwie "süß". Aber bevor ich es kaufe versuche ich es noch mit ein paar anderen Büchern von Sanderson, wie Steelheart, um zu sehen ob ich überhaupt richtig mit dem Autor warm werde ;)


  2. Tina Says:

    @Suppenhuehnchen:

    Ich würde auch sagen, schau dir erst einmal "Steelheart" an! Das hatte mir deutlich mehr gefallen, liegt aberauch daran, dass es mich vom Setting her mehr angesprochen hatte und erwachsener ist. Die Sache mit den Chalklings ist eine spannende Idee, aber so richtig umgehauen hatte es mich nicht. Aber die Zeichnungen sind richtig richtig schön! An jedem Kapitelanfang werden Angriffs- und Verteidigungsstrategien erklärt.


  3. wow, ich dachte nie, dass man einem Sanderson Buch nur 3 Punkte geben kann, er schreit doch immer so toll.
    Aber gut, auch wenn sich der INhalt toll anhört, kann ich mir auch vorstellen, dass sich Sanderson etwas zu genau erklärt u dadurch Tempo verliert. Mal sehen, ob ich das Buch auch mal lese...
    LG Tina


  4. Melanie S. Says:

    Dann bleibe ich wohl erst noch bei der Mistborn Reihe und lese dort weiter bevor ich zu "Rithmatist" greife. Mir war erst gar nicht klar, dass hier nochmal jüngere Leser angesprochen werden sollen - das ist aber gut zu wissen, da hat man gleich andere Erwartungen. Und "kurze Geschichte" hätte ich mit Sanderson jetzt auch nicht in Verbindung gebracht ;)


  5. Steelheart habe ich noch nicht gelesen :) Habe aber die komplette Mistborn Trilogie hier rumliegen. An der möchte ich mich unbedingt noch versuchen (und wenn sie eh schon im Regal steht, haha). Man hört derzeit ja reichlich viel über den Autor. Kann mich nur irgendwie nicht dazu durchringen mit Mistborn anzufangen. Meine Ausgaben sind unglaublich dick und wenn da dann gleich drei davon im Regal einen anstarren XD


  6. Ich habe den Buchtitel jetzt schon öfters gehört, konnte mir aber nie etwas darunter vorstellen, ist aber auch irgendwie ein komischer Titel ... dank dir weiß ich jetzt immerhin, um was es geht :)
    Und hey, neulich schrieb ich hier bei dir noch, dass Sanderson so ganz an mir vorbeigegangen ist bisher. Dabei hab ich sogar schon was von ihm gelesen, fiel mir gerade auf, nämlich "Warbreaker". Kennst du das?
    Und habe jetzt auch den "Weg der Könige" hier liegen. Und schon bereut, dass es Deutsch ist, als du bei mir kommentiert hast, denn es werden anscheinend alle 3 Bände zweigeteilt hier bei uns. Das hat man davon, wenn man auch mal was auf Deutsch lesen will :/


  7. Elena Says:

    Danke für die Rezi, auch wenn sie nicht ganz so vielversprechend ist.

    @Effi Pampelmuse
    Unbedingt Mistborn lesen! Du wirst dir wünschen, die Bücher wären noch dicker ^^

    @Klingenfänger
    Alle drei Bände? Die Sturmlicht-Chroniken werden insgesamt zehn Teile umfassen, wobei der "erste Block" 5 Bücher umfasst. Also wirst du am Ende 20 Bücher im Regal stehen haben :D


  8. Ja, ich habs dann auch gemerkt im Nachhinein. Hatte irgendwie in Erinnerung, dass es nur eine Trilogie sein ... das kann ja was geben ;-)


  9. Nenatie Says:

    Rithmatist hab ich auch auf meiner Wunschliste und es ist grade weiter nach unten gewandert. Ich denke ich werde mit einem anderen Buch von Sanderson anfangen und Rithmatist dann später mal lesen :)

    Liebe Grüße


  10. 1000 Worte Says:

    Mir gefiel zum Beispiel The Rithmatist deutlich besser als Steelheart. Bis auf die Alcatraz-Bücher habe ich bisher alles von Sanderson gelesen, was auf Deutsch erschienen ist (+ The Rithmatist) und Steelheart war für mich bisher das Schwächste. Aber das mag daran liegen, dass mir das Setting nicht so zugesagt hat und Megan eine meiner absoluten Hasspersonen geworden ist. Aber schlecht fand ich es natürlich nicht. Sanderson kann mich mit fast alles überzeugen. The Rithmatist war dagegen gerade wegen seiner ruhigen Stellen ein richtiges Wohlfühlbuch für mich und ich würde es "für nebenbei" immer empfehlen. :) Aber das ist gerade wunderbar, dass Geschmäcker verschieden sind. :)


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