Titel: Firefight
Deutsche Ausgabe: "Firefight" bei Heyne Fliegt
Autor: Brandon Sanderson
Reihe: Reckoners #2
Seiten: 416
Verlag: Delacorte Press
Format: Gebundene Ausgabe
ISBN: 0385743580
Preis: ca. 15 € gebunden, TB ca. 10 €
Erscheinungsdatum: 6. Januar 2015
Genre: Fantasy, Paranormal
Sprachschwierigkeit: 2


Der Kampf gegen die Epics geht weiter -  neue Stadt, neue Feinde, neue Herausforderungen...
Minimale Spoiler zum Vorgänger "Steelheart" im Inhalt, sonst spoilerfrei. Zur Rezension des ersten Teils geht es hier.

Inhalt
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David ist seiner Rache schon ein ganzes Stückchen nähergekommen. Doch statt Genugtuung stellen sich ihm immer mehr Fragen. Ist der Weg, den er beschreitet, der Richtige? Deshalb ist er froh darüber, dass die Reckoners einen Ortswechsel planen und eine neue Stadt samt gefährlichen Epic im Blick haben: Babylon Restored. Epic Regalia hat im ehemaligen Manhattan ihre ganz eigenen Tricks drauf und ist kaum in einer direkten Auseinandersetzung zu erwischen. David und sein Team müssen kreativ werden, um auch nur den Hauch einer Chance zu haben...

Mein Eindruck
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"Steelheeart" fand ich einfach nur großartig, umso höher waren natürlich meine Erwartungen an "Firefight". Hinzukommt noch, dass sich Brandon Sanderson zu einem meiner liebsten Autoren gemacht hat. Die erste Hälfte des Buches hatte "Firefight" sein Soll voll erfüllt. Ich war begeistert, gefesselt und besonders vom atemberaubenden Setting angetan. Denn dieses Mal spielt es im ehemaligen Manhattan, das sprichwörtlich richtig abgesoffen ist. Durch die Straßen kommt man dort nur noch auf Booten, Hochhäuser erheben sich aus den Fluten und überall wachsen tropische Pflanzen. Das nenne ich eine Abwechslung zum düsteren Chicago! 

Doch nicht nur das neue Setting war gut, auch David hat mir wieder sehr gefallen. Ich finde es sehr nachvollziehbar, dass er viel über seine bisherige Reise nachdenkt. Er hat schon so viel erlebt und gerade dann, wenn man auf ein großes Ziel hingearbeitet hat, kann man sich hinterher fast schon leer fühlen. Zusätzlich geht es auch in Davids Gefühlswelt hoch und runter. Stellenweise könnte man sagen, dass er seinem Schwarm fast schon hinterherhechelt. Ich fand es dennoch irgendwie süß und habe diese Szenen genossen. 

In der ersten Hälfte gibt es viele Kämpfe, Auseinandersetzungen und vor allem für David einiges auf die Mütze. Dadurch vergehen die Kapitel wie im Flug und ich war schon voll auf 5-Sterne Kurs. Dann allerdings hat es einige Wendungen gegeben, die leider nicht mein Fall waren. Zudem kam mir die Handlung auch sehr hektisch und fast schon unüberlegt vor. Auch in "Steelheart" gab es viele rasante Episoden, allerdings hatten sich diese sehr gut im Plot eingefügt. Bei "Firefight" kam es mir ab einem Punkt überspitzt und zu gewollt vor. Ein paar ruhigere Passagen zum Ende hin hätten wohl ganz gut getan.

Nichtsdestotrotz hat mir "Firefight" gefallen. Mir sind die Figuren sehr ans Herz gewachsen und ich fühle mich in der Welt der Epics einfach zu Hause. Wegen mir hätte es noch einige Antworten mehr geben können, statt die Geschichte so in der Luft hängen zu lassen. Nun bin ich persönlich sehr froh, dass ich gewartet habe, bis der Erscheinungstermin von "Calamity"  in greifbare Nähe gerückt ist.

Fazit 
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"Firefight" macht vieles richtig und ist bis zur Hälfte fast schon die perfekte Fortsetzung. Die Hauptfigur wächst über sich hinaus, durchlebt eine große Entwicklung und ist fast schon besonnen geworden. Ich fand das richtig gut, denn es war an der Zeit seine Ziele zu überdenken. Dann allerdings erfolgten Wendungen, die nicht mehr nach meinem Geschmack waren. Leider sind dann innerhalb weniger Kapitel enorm viele Dinge passiert, das war mir persönlich zu hektisch. Ich hätte mir auch ein runderes Ende gewünscht. Nichtsdestotrotz freue ich mich sehr auf den Abschluss und hoffe, dass dieser wieder an "Steelheart" heranreicht.


Wahnsinns Setting, tolle Hauptfigur aber insgesamt etwas nachgelassen
3,9 Sterne
3 Responses
  1. Hey Tina,
    mir hat der zweite Band besser gefallen, als der erste. Ich hatte den Eindruck, dass David reifer geworden und dennoch er selbst ist. Außerdem hat mir die eine Entwicklung ziemlich gut gefallen. Ich sage mal nicht welche, aber du weißt sicherlich welche ich meine :D

    Hast du denn schon die Kurzgeschichte "Mitosis" gelesen?

    Liebe Grüße
    Carly


  2. 1000 Worte Says:

    Ich weiß einfach nicht... Die Reihe ist gut, das schon, aber sie fällt in meinen Augen gegen Sandersons andere Bücher ganz schön ab. Ich hatte auch vor allem mit dem Ende so meine Schwierigkeiten. Eine Entwicklung habe ich quasi schon in Steelheart voraus gesehen. Auch mir war es zu hektisch in den letzten Szenen. Ich warte trotzdem mal ab, bis Calamity auf Deutsch erscheint. Ich habs mit der Reihe nicht eilig. ^^


  3. Tina Says:

    @Carly:

    So kann es auch laufen, freut mich dass du Buch 2 sogar besser fandest. Mir hat auch sehr gefallen, dass David reifer wirkt. Die Ereignisse haben ihn dann doch gezeichnet.

    "Mitosis" habe ich nicht gelesen, generell reizen mich Kurzgeschichten kaum. Aber in dem Fall wäre es vielleicht nicht schlecht gewesen, weil es zwischen den Bänden spielt und auch darauf kurz Bezug genommen wird. Vielleicht lese ich es irgendwann mal ;) Aber jetzt zuerst "Calamity"!

    Dir auch liebe Grüße

    @1000 Worte:

    Ja, da geb ich dir recht. Die Sturmlichtchroniken sind da zum Beispiel eine ganz andere Hausnummer. Aber gerade, dass es simpler und leichter zugänglich ist, hat mich an "Steelheart" sehr gereizt. Und die nahezu durchgängige Action. Es hat auch seine Vorteile. Mit "Rithmatist" z.B. kam ich überhaupt nicht klar, weil die Altersanforderung noch geringer war. Ich glaube, man muss da versuchen etwas fair zu bleiben weil es eben YA und nicht sein "normales" Steckenpferd ist. Aber im Vergleich haben es die Bücher schon schwerer.


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