Titel: Winning
Deutsche Ausgabe: Bisher leider noch keine Infos
Autor: Lara Deloza
Reihe: Keine (!)
Seiten: 304

Verlag: HarperTeen
Format: Paperback
ISBN: 0062396692

Preis: HC ca. 14 €, Kindle 13
Erscheinungsdatum: 28. Juni 2016
Genre: Y, Contemporary

Sprachschwierigkeit: 1

Eine Wahl und eine Kandidatin, die bereit ist alles für die Krone zu tun...
 
Inhalt
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Alexandra Miles ist die noch ungekrönte Königin der Spencer High Highschool. Sie ist nicht wirklich nett, aber perfekt darin Nettigkeit zu spielen und wurde damit zur beliebtesten Schülerin ihrer Altersstufe. Doch nun ist an der Zeit, dass sie für all ihre Mühen auch offiziell belohnt wird: Homecomming Queen. Für sie die Vorstufe auf der Karriereleiter zur Miss Indiana. Was zu Beginn nach einem bereits gewonnenen Rennen aussieht, entwickelt sich zu einer heiklen Zitterpartie. Denn Alexandra bekommt Konkurrenz, eine neue Mitschülerin, die alle um den Finger wickelt. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Samantha setzt Alexandra alle Hebel in Bewegung...
 
Mein Eindruck
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"Winning" wird unter dem Slogan verkauft, dass es eine Mischung aus "House of Cards" und "The Election" ist. Gott sei Dank ist es gerade NICHT, wie "The Election". Der "House of Cards" Vergleich passt schon eher, wenn er auch etwas hochgegriffen ist. Ja, Alexandra Miles ist ein richtiges Biest, das alle ihre Mitmenschen manipuliert, um ihre Ziele zu erreichen. Nach außen hin ist sie die Nettigkeit in Person, kann aber auch - wie jeder weiß - ganz anders. 

Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Zunächst beginnt es mit Alexandra und wechselt dann zu ihrer besten (und ehrlich gesagt einzigen wirklichen) Freundin. Samantha ist sozusagen ihr Sidecick, der bei allen fiesen Aktionen mit am Start ist. Gleichzeitig dreht sich einiges um Samanthas mehr oder minder heimliche Schwärmerei, denn sie liebt Frauen und ganz besonders Alexandra. Diese dagegen nutzt Samanthas Gefühle schamlos aus, man sieht, sie macht vor niemandem halt.

Weitere Figuren, die eine Rolle spielen, sind Sloan und Ivy. Sloan ist schon einmal mit Alexandra aneinander geraten und hat den Zusammenstoß gesellschaftlich leider nicht gut überstanden. Als sich ihr die Chance bietet, Alexandra vom Thron zu stoßen, muss sie zuschlagen. Ivy dagegen ist eine Außenseiterin, die durch einen Vorfall an der Schule unfreiwillig bekannt wurde. Und dann gibt es noch Erin, Miss Sunshine, die neu an die Schule kommt und zur Abwechslung wirklich nett und freundlich ist.

"Winning" ist ein vor allem unterhaltsames Buch. Alexandra ist die Antiheldin in Person, sie ist so berrechnend und oberflächlich anderen Menschen gegenüber, dass es fast schon wehtut. Aber es passt zu ihr, ist gut gemacht und bietet die ganze Palette an Ränkespielchen. Allerdings fand ich ihre Aktionen nicht immer genial durchdacht. Gerade ihr Ivy-Plan hat einige Logiklöcher. Die ein oder andere Aktion verläuft auch ziemlich folgenlos im Sand und wird dann gar nicht mehr erwähnt. In der Hinsicht hätten die Strategien "a la House of Cards" noch viel mehr Potenzial gehabt. Andererseits darf man den beschränkten High-School-Rahmen nicht vergessen. Das weiße Haus hat da schon per se mehr zu bieten.

Ich habe mich durch und durch wunderbar unterhalten gefühlt. Schön ist die Entwicklung einiger Figuren und die letztendlich verkaufte Moral. Manchmal war es mir jedoch einen Ticken zu abgedroschen. Aber alles in allem habe ich die Ränkespiele und Machtkämpfe an der Spencer High Sehr genossen!  
 
Fazit 
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Mit Alexandra Miles muss man sich hier auf eine durchtriebene Antiheldin gefasst machen. Sie perfektioniert ihr Auftreten nach außen - im Inneren sieht es dann wieder ganz anders aus. Stellenweise gehen ihre Pläne auf und sind spannend zu verfolgen, machmal fragt man sich, ob sie noch Herrin ihres Verstandes ist. Nichtsdestotrotz ist Alexandra eine "Heldin", die man so schnell nicht vergisst. Auch die Nebenfiguren brauchen sich nicht verstecken und legen zum Teil eine wunderbare Entwicklung hin. Letztendlich hat "Winning" einen hohen Unterhaltungsfaktor, wenn es sich natürlich eher um oberflächliche Themen dreht. Wer ist die hübscheste und beliebteste? Wer mit wem? Doch wer Lust hat auf ein Buch voller Machtspielchen und Intrigen an einer High School, der ist mit "Winning" bestens bedient!
 
Spannende Figuren und Intrigen, machmal etwas flach
3,8 Sterne

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